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Adolf Muschg gehört zur Geschichte dieses Magazins. Seinen ersten Essay schrieb der Schriftsteller 1981 über Max Frisch und helvetische Engstirnigkeit, seinen bisher letzten 2003 über den Widersinn der Rechtschreibreform. Muschg ist ein Citoyen, ein unbequemer Geist, ein Autor mit ungeheurem Schreibdrang. Wir haben dieses Jahr über Karl Schmid korrespondiert, und

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Ein Staat, in dem alles öffentlich und nichts privat ist: dies ist meiner Meinung nach noch immer die konziseste Definition dessen, was eine totalitäre Gesellschaft in ihrem Innersten ausmacht. Wer solche Sätze schreibt, kommt sich in der digitalen Welt mittlerweile freilich wie ein Dinosaurier vor. Den eidgenössische Datenschützer Hanspeter Thür,

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Kluge Lektüre allein genügt nicht. Deshalb haben wir uns vorgenommen, Sie, liebe Leserinnen und Leser, in jeder Ausgabe noch stärker zu überraschen. Mit einem guten Themenmix. Mit qualifizierten Gegensichten, die zum Nachdenken einladen. Und mit Autoren und Interviewpartnern, die nicht nur etwas zu sagen haben, sondern dies auch in souveräner

«Du sollst nicht…»

«Du sollst kein Fleisch essen und kein Kaminfeuer anzünden. Du sollst nicht glücksspielen (es sei denn bei staatlichen Lottogesellschaften). Du sollst nicht nach Leistung beschäftigen, sondern nach Geschlecht und Herkunft.» Der deutsche Medienunternehmer Wolfram Weimer beschreibt in seinem Essay, wie der parteienübergreifende Sozialdemokratismus die Köpfe der Bürger in seiner Heimat

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Man kennt es, das «Unbehagen im Kleinstaat», und sei es nur als Schlagwort. Geschrieben hat die Studie über fünf Schweizer Schriftsteller und deren Leiden an der Kleinheit ihrer Heimat Karl Schmid. Der Germanist und Oberst im Generalstab der Schweizer Armee war eine prägende Figur der Schweiz des 20. Jahrhunderts. Er

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Entspannende Sommerwochen sind ideale Bedingungen für angespannte Reflexion. Darum wollen wir Ihnen angesichts dessen, dass wir in äusserst spannenden Zeiten leben, die Sommerferien nicht allzu schwerelos machen. Sie finden in dieser sommerlichen Doppelausgabe eine geballte Ladung an Themen und Thesen, die Sie hoffentlich bis hinein in Ihre (Alb-)Träume verfolgen!

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Ausländische Fiskalbehörden haben sich am helvetischen Schutz der finanziellen Privatsphäre nicht die Zähne ausgebissen, wie selbstbewusst auftretende Schweizer Politiker bis vor kurzem gemutmasst haben. Vielmehr hat sich der Bundesrat im Verbund mit grossen einheimischen Finanzinstituten still vom Bankgeheimnis gegenüber ausländischen Kunden verabschiedet. Nun will ausgerechnet ein Bankier den Schutz der

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Kurt Imhof liest den Medien gerne die Leviten. So macht man sich unter Medienvertretern keine Freunde. Die Beharrlichkeit, mit der Imhof in seinem Jahrbuch «Qualität der Medien» jeweils auf die «Qualitätsdefizite» der Pressetitel hinweist, verdient jedoch Respekt. Als er sich letzten Oktober in der 1000. Ausgabe mit den Worten zitieren

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Wer die Welt durch unser Magazin betrachtet, pflegt nicht den Röhren-, sondern den Röntgenblick. Die Leser bekommen Monat für Monat gedankliche Tiefenschärfe aus erster Hand geliefert – das ist der Anspruch unserer Arbeit als Macher einer Autorenzeitschrift und jener unserer Autoren sowieso. Apropos Arbeit. Sie ist in unseren Breitengraden längst nicht

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Was ist Politik? Eigentlich ist es das Aufzeigen alternativer Lösungen zu bestehenden Problemlagen. Alles könnte auch anders sein, wir müssen es nur wollen, lautet die Kernbotschaft der meisten Politstatements. Aber wie viel Reformpotential ist heute wirklich realistisch – angesichts von Schuldenbergen, etablierten sozialen Besitzständen und einer wachsenden Zahl von Wechselwählern, die

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Der wichtigste Rohstoff der Schweiz sind die Köpfe der Menschen, die hier leben. Diese Menschen prüfen täglich Ideen, erzeugen Wissen, setzen es um in neue Produkte und Verfahren. Dennoch haben neue Ideen oftmals einen schweren Stand – bis sie sich durchgesetzt haben. Dann sind sie plötzlich nicht mehr wegzudenken. Dieselbe Schweiz,

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Wir legen Wert auf eine erkennbare Haltung, nicht nur im Zweifelsfall, sondern im Normalfall: für die persönliche Freiheit. Umso grösser ist unsere Streitlust – und jene unserer Autoren sowieso. Und so haben wir für uns entschieden: 2013 wird das Jahr der Debatten, innnerhalb und ausserhalb des Magazins. Die letzte Debatte war

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Keine Frage: wir leben in spannenden, in spannungsvollen, in gespannten Zeiten. Die Nachbarländer, an denen die Schweiz sich wirtschaftlich jahrzehntelang gemessen und sich dabei wohlgefühlt hat, sind längst nicht mehr die Benchmark. Grosse institutionelle Gebilde wie die Europäische Union haben Risse bekommen und beginnen zu wanken. Neue, fremde, grosse Mächte

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René Burri ist ein eminenter Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts. Er portraitierte Menschen aller Art: die Erfolgreichen, die Armen, die Überheblichen, die Mutigen, die Diktatoren. Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Ernesto Che Guevara, Gina Lollobrigida und, ganz zu Beginn als 13jähriger, Winston Churchill. René Burri hielt sich jeweils diskret im Hintergrund, sich

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Der langjährige «Monat»-Autor Lars P. Feld wurde letztes Jahr zu einem der fünf deutschen Wirtschaftsweisen ernannt. Das Gremium berät die Regierung unter Angela Merkel in Fragen der «gesamtwirtschaftlichen Entwicklung». Feld leitet das Walter-Eucken-Institut in Freiburg im Breisgau und ist einer der profiliertesten deutschen Ökonomen in der Tradition

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Als Peter Sloterdijk mitten in der Staatsschuldenkrise schrieb, wir würden angesichts von Staatsquoten um 50 Prozent im «Semisozialismus» leben und das «fiskalische Mittelalter» sei noch nicht zu Ende, brauste ihm ein Sturm der Entrüstung entgegen. Die Provokation, zumal anschaulich und fundiert vorgetragen, hatte gesessen, gerade bei den modernen Anhängern der