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Editorial

Eine Frage des Zeitgeistes?

Der französische Ökonom Thomas Piketty hat ein umfangreiches Werk publiziert, um zu dokumentieren, dass die Vermögensungleichheit in den USA und anderen Industrieländern seit den 1970er Jahren gewachsen ist. Trifft Piketty einen wunden Punkt? Und was taugen seine Analysen? Der Publizist Konrad Hummler, der Soziologe Gunnar Heinsohn und der Ökonom Simon

Ein Glücksfall?

Wie fühlt und fiebert die Schweiz im Sommer 2014, nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative? Bleibt die Confoederatio Helvetica zuverlässig ein Spezial-, ein Sonder-, ja eigentlich ein Glücksfall? Oder doch eher ein Fall aus der Zeit? Vier Autoren, die unterschiedlicher nicht sein könnten, geben Antworten auf die Frage, wie es um

Making of 1018

Wenn Hummler Marx liest Die Werke von Friedrich August von Hayek hat Ex-Bankier und Publizist Konrad Hummler en détail gelesen, aber jene von Karl Marx, dem Autor des mehrbändigen «Kapitals» und einem der folgenreichsten philosophierenden Ökonomen der letzten 200 Jahre? Hätte er sie studiert gehabt, wäre ihm Thomas Pikettys

Relevanz Fussball

Fussball ist, wenn man trotzdem mitredet. Die Fussballwelt gehorcht derselben Regel wie die politische: Jeder hat eine Meinung, auch wenn er keine Ahnung hat. Dieses Magazin legt Wert auf die Darlegung ebenso differenzierter wie relevanter An-, Gegen- und Aussensichten zur herrschenden Lage. Doch ist Fussball relevant? Immanuel Kant schrieb in

Making of 1017

König Fussball regiert auch uns In diesem Monat ändern sich unsere Geschäftszeiten: Vom 12. Juni bis zum 13. Juli erreichen Sie uns Montag bis Freitag frühestens ab 12:00 Uhr mittags. König Fussball regiert auch uns, sogar von Brasilien aus – und trotz verbriefter Obrigkeitsskepsis. Im Ernst: damit Sie, liebe Leser,

Einleuchtend

Im digitalen Zeitalter hat jeder einen Doppelgänger. Sobald wir uns ins Netz begeben, hinterlassen wir digitale Spuren, die zu unseren Vorlieben, Kontakten und geheimen Obsessionen führen. Sobald wir an der Kasse eine Kundenkarte zücken, werden die Informationen über unser Konsumverhalten gesammelt. Es gibt weiterhin keinen Free Lunch, der Deal ist

Making of 1016

Sloterdijk & Schirrmacher Da hilft die beste Flasche Wein nichts: Mit Peter Sloterdijk einen Abend zu verbringen, ist ein Denkmarathon – wenn auch ein vergnüglicher. Der Mann sprudelt nur so vor Ideen. Während eines Abendessens in Zürich begann er von einem neuen Projekt zu sprechen – einer Gesprächsreihe zur Zukunft der Ökonomie.

Splitter aus der Redaktion

Und vom Übrigen auch dies und das Urs Widmer war krank – er sagte es am Telephon, als wir um ein Interview baten. Nun ist er tot. Glauben wir es? Nicht wirklich. Zu oft hat er uns Lesern in Geschichten den Abschied beigebracht – von Träumen, von Geliebten und vom Leben selbst.

Editorial

Es ist uns zuletzt gelungen,  zweimal das Zürcher Bernhard-Theater zu füllen. Vor rund 400 Leuten sprach ich vor einigen Monaten mit dem deutschen Philosophen Peter Sloterdijk über die thymotische Wende in der Ethik. Das zweite Mal hatten Florian Rittmeyer und ich das Vergnügen, mit Christoph Blocher, Christian Levrat und

Making of 1015

Making of 1015

Ja, sie können! Man kennt und respektiert sich. Aber sobald das Record-Lämpchen der TV-Kameras leuchtet, fallen ihre Argumente nicht selten dem Politzirkus zum Opfer: Christoph Blocher und Christian Levrat kennen die Tricks und Finten des öffentlichen Streits. Zum Beispiel: Ignore the message, shoot the messenger. Wir baten also

Splitter aus der Redaktion

Summa des Unternehmers Ich habe gerade die Summa des Unternehmers Hans Widmer gelesen – genau, jenes Widmers: McKinsey, Oerlikon-Bührle, Bally, Schweiter. Der Titel: «Das Modell des Konsequenten Humanismus». Keine leichte Kost – es geht um Masse, Evolution, und am Ende steht der «zweckmässige Staat». Einige Aphorismen aus dem Opus: «Die grundlose

Editorial

«Das Magazin erschlägt uns zuverlässig. Monat für Monat!» Ein Satz, den ich in dieser oder ähnlicher Form oft zu hören bekomme. Ich verstehe ihn als Lob. Denn unsere Leser gehören in Wirtschaft, Politik und Kultur zu den mentalen Spitzensportlern – kurz: zu jenen, die sich nicht so leicht erschlagen lassen. Anderseits

Making of 1014

Herr Ebert, glauben Sie auch…? Erstmals trafen Florian Rittmeyer und Michael Wiederstein den Wissenschaftskabarettisten Vince Ebert in Tübingen. Das ist nun fast genau drei Jahre her. Und das dort entstandene Gespräch zum Thema Freiheit ist bis heute einer der meistgelesenen Texte auf der «Monat»-Website. Ebert ist der einzige Physiker,

Editorial

Den Schweizer Zeitungsmachern dürfte aus dem Jahr 2013 besonders ein Vortrag in Erinnerung geblieben sein: die Rede des damaligen Bundespräsidenten Ueli Maurer, die er vor der versammelten Riege der Verleger in Interlaken hielt. Maurers These: wir haben zwar theoretisch viele Pressetitel, aber wo Vielfalt draufsteht, ist zumeist Einfalt drin. Er