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Dossier: «Preis der Gerechtigkeit»

Wenn in diesem Dossier nach dem Preis der Gerechtigkeit gefragt wird, so könnte der Eindruck aufkommen, auch die Gerechtigkeit werde damit zur käuflichen Handelsware degradiert. Aber wer die Dinge nicht nur beim Wort nennt, sondern den Worten auch umfassendere Bedeutungen zutraut, wird nicht daran Anstoss nehmen, wenn auch im Zusammenhang mit sozialen Fragen von Kosten und Nutzen, von Angebot und Nachfrage und eben auch vom Preis die Rede ist.

(0) Preis der Gerechtigkeit

Wir leben in einer komplexen Gesellschaft. Diese Feststellung ist weder besonders neu noch besonders originell. Der amerikanische Soziologe Lewis Mumford hat schon vor Jahren festgestellt, dass bestehende Gesellschaften die Tendenz haben, immer weitere neue Vergesellschaftungen hervorzubringen. Wer diesbezüglich noch Zweifel hat, werfe einen Blick auf die Entwicklung der Steuer- und

(1) Die grosse Umverteilung

Der Staat sollte durch Umverteilung Reich und Arm ausgleichen. Heute jedoch finanzieren diese Gelder erst die Verwaltungsapparate selbst und erreichen Bedürftige nur teuer oder gar nicht. Ein grosser Staat ist nicht zwingend gerecht – auch ein schlanker Staat kann sozial handeln.

(3) Altersvorsorge: zwei Reformansätze

Allein durch Mehreinnahmen und Leistungsabbau lassen sich die Sozialwerke nicht sanieren. Erforderlich ist eine Systemänderung, die das Versicherungsprinzip, das Vorsorgeprinzip und das sozialpolitische Fürsorgeprinzip neu definiert und kombiniert.

Editorial

Wenn im Dossier dieses Heftes nach dem Preis der Gerechtigkeit gefragt wird, so könnte der Eindruck aufkommen, auch die Gerechtigkeit werde damit zur käuflichen Handelsware degradiert. Wer die Dinge nicht nur beim Wort nennt, sondern den Worten auch umfassendere Bedeutungen zutraut, wird jedoch nicht daran Anstoss nehmen, wenn auch im