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Debatte

Umfragen statt Aussagen

Umfragen statt Aussagen

1993 veröffentlichte das Kundenmagazin einer Grossbank eine Meinungsumfrage, die Erstaunliches zutage brachte: Würden die Schweizer, die 1992 den EWR-Vertrag abgelehnt hatten, jetzt wieder abstimmen, würden sie sogar einen EU-Beitritt akzeptieren. Ich war skeptisch und beschaffte mir, was Agenturen und Redaktionen kaum je tun, die Fragetexte zu jener Umfrage.

Russland und der Westen

Die frühere Sowjetunion stellt für den Westen keine Bedrohung mehr dar – heute will das Land vor allen Dingen Partner sein. Während die Russen die Europäische Union zunehmend positiv beurteilen, bleibt ihre Skepsis gegenüber den USA.

Kein Ende der Reformsucht?

Ein Ausstieg aus der Rechtschreibreform hat faktisch stattgefunden. Die Experten wiegeln ab, den Schaden trägt die Schule. Die Politik drückt sich vor Entscheidungen, und wichtige Fragen bleiben unbeantwortet.

Wirtschaftsentwicklung und Nachhaltigkeit

Bürgerliche Politiker fordern eine nachhaltige Sanierung der Bundesfinanzen, die Zürcher Kantonalbank schreibt auf der Titelseite ihres Leitbilds «Für eine nachhaltige Entwicklung». Der Begriff Nachhaltigkeit hat offensichtlich den Weg in die Alltagssprache gefunden. Nachhaltigkeit ist zum Modewort geworden, und sein Sinn droht sich zu entleeren. Was steht denn eigentlich hinter diesem

Ende der Schonzeit?

Der Dollar verliert an Sexappeal Über Jahre hinweg haben europäische, asiatische und australische Anleger die Defizite der amerikanischen Leistungsbilanz mit ihren Kapitalzuschüssen ausgeglichen. Manches deutet darauf hin, dass diese Ströme bald versiegen könnten.

Frische Brise vom Bodensee

Frische Brise vom Bodensee

«Lieben belebt», wusste Goethe. Die Mitwirkung am Aufbau einer anspruchsvollen, international ausgerichteten privaten Universität in Deutschland auch. Eine belebende Erfahrung. Dabei wollte ich – angesichts der Selbstdarstellung dieser Zeppelin University als «toll. kühn. neu. gierig.» – gleich abwinken. Tollkühnes haben wir in den letzten Jahren schliesslich schon genug erlebt, in Wirtschaft wie

DDR – eine Spurensuche

Versuche einer vorläufigen Bilanz Die DDR gibt es seit 1990 nicht mehr, die Berliner Mauer ist unverzüglich ab-gebrochen worden. Aber die Ostalgie ist selbst bei Leuten, die mit der SED nichts am Hut hatten, keineswegs verschwunden.

Der Staat und die Kinder

Verzicht auf Nachwuchs wird belohnt Der demographische Wandel ist für die Wohlfahrtsstaaten Europas eine Herausforderung von epochaler Dimension. Implizit betreiben sie alle eine aktive Bevölkerungspolitik – mit Abreizen statt mit Anreizen.

Wege aus der Mehrheitsfalle

Lehren aus der Abstimmung vom 16. Mai Es braucht in der Schweiz ein Umdenken gegenüber dem sozialen Stellenwert des Gewinns, eine schrittweise Abkehr vom Neid-Paradigma, das unter dem Motto «Soziale Gerechtigkeit» auch die bürgerliche Politik dominiert.

Genf, Sitz humanitärer Organisationen

Genf, Sitz humanitärer Organisationen

Genf ist einer der wichtigsten Standorte internationaler Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Die Bedeutung des internationalen Genf im humanitären Bereich ist besonders gross. Weltweit tätige humanitäre Organisationen wie das Uno-Flüchtlingshochkommissariat oder das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) haben in Genf den Hauptsitz. Das IKRK, dessen Gründung am Anfang der Entwicklung

Gefährliche Reduktion

Zur «Israelisierung» amerikanischer Aussenpolitik Seit den Anschlägen vom 11. September neigen die USA stärker noch als vorher dazu, die eigenen Interessen in einer Weise wahrzunehmen, die eine bemerkenswerte perspektivische Verengung offenbart.

«Wirtschaftspartei», «Problempartei»?

Farbe bekennen, auch gegen den Strom Auch und gerade in schwierigen Zeiten müsste die FDP der Versuchung widerstehen, modische Argumentationsmuster zu übernehmen und dort Kompromisse zu machen, wo Grundsätzliches in Frage steht.

Grundkonsens als Basis wechselnder Koalitionen

Grundkonsens als Basis wechselnder Koalitionen

Das politische System der Schweiz baut auf Konkordanz. Politische Entscheide werden in einem komplizierten Verfahren so vorbereitet, dass möglichst viele Beteiligte möglichst früh damit vertraut gemacht und ihre Anliegen berücksichtigt werden. Politische Gruppierungen wurden in der 150jährigen Geschichte unseres Bundesstaates denn auch sukzessive und folgerichtig in die politischen Institutionen – bis