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So wird sich kein Liber durchsetzen

Die Schweizer Buchbranche versucht eine Buchwährung namens Liber einzuführen. Und geht dabei so halbherzig vor, dass nichts daraus werden wird.

sbvv.ch

Hunderte von Landeswährungen gibt es ‒ und Tausende von Kryptowährungen. Auch eine Währung zum Kaufen von Büchern soll es nun geben, den Liber, sollten sich die Verbände der Schweizer Buchbranche mal dazu aufraffen. Dereinst. Irgendwann mal in der Zukunft. Vielleicht.

Denn während in der Romandie und im Tessin offenbar viel dafür gemacht wird, den Liber in den Alltag der Buchkäufer zu bringen, ist die Begeisterung bei den Deutschschweizern sehr verhalten. Die Kunden wissen bisher nichts davon, und auf sbvv.ch, der Webseite der Schweizer Buchhändler, findet sich nichts mehr als ein kleiner Absatz, der das Projekt erklärt. Der Liber sei ein Gutschein-Format, der im Rahmen einer Fundraising-Kampagne an die Öffentlichkeit verkauft werde, ist dort zu lesen. Nach Erwerb erhöhe sich der Wert eines «Libers» mithilfe einer Vorfinanzierung durch öffentliche und private Institutionen sowie Stiftungen um 40 Prozent. Und sonst im Internet? Ist gar nichts zu finden über den Liber. Soll wirklich was daraus werden, müsste Projektleiterin Sonja Ribi dem Projekt Schwung verleihen. Ansonsten soll sie mutig genug sein, diese ziemlich offensichtliche Buchbranchensubventionierung durch öffentliche Gelder und Stiftungsgelder zu begraben. (rg)

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