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«Sagt’s bitte ned Indianer!»

Die Westernkomödie «Das Kanu des Manitu» will einfach nur unterhalten. Das ist in Zeiten von Political Correctness aber gar nicht so einfach.

Inhaltsverzeichnis

2001 wurde die «Winnetou»-Parodie «Der Schuh des Manitu» zum erfolgreichsten deutschen Film der Geschichte. Mehr als 20 Jahre später folgt mit «Das Kanu des Manitu» die Fortsetzung. Die Hauptdarsteller sind sichtbar gealtert, doch ansonsten liefert der Film Bewährtes. Im Sequel kämpfen der Apachen-Häuptling Abahachi (Michael «Bully» Herbig) und sein Blutsbruder Ranger (Christian Tramitz) erneut gegen Bösewichte (und immer mal wieder mit sich selbst). Ihre Gegner, eine Räuberbande mit dem Namen «Die sieben Geisslein», sind auch diesmal hinter einem Indianerschatz her. Die Blödeleien in bayrischem Dialekt sind so lustig wie vor 20 Jahren.

Freilich sind die Regeln der Political Correctness in den letzten zwei Jahrzehnten strenger geworden, sodass selbst Bayern nicht mehr einfach so amerikanische Indigene spielen können. Abahachis schwuler Zwillingsbruder Winnetouch bietet ebenfalls reichlich Shitstorm-Potenzial. Herbig umschifft diese Klippen geschickt. Er nimmt die Kritik am Begriff «Indianer» gleich selber auf («Sagt’s bitte ned Indianer!») und lässt am Ende einen echten Apachen-Stamm auftreten. Dass die Bösewichte von einer Frau angeführt werden, sollte auch Feministinnen beruhigen.

Den Film macht das alles nicht unbedingt besser. Klar ist: Das Konzept – Western-Action kombiniert mit viel Klamauk und etwas Romantik – funktioniert noch immer bestens. (Lukas Leuzinger)

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