zum Inhalt

Sacha Zala fordert die Abschaffung des SNF

Die «Antragsindustrie» hinter der wichtigsten Förderungsmöglichkeit für Promovierte und Postdocs wird endlich hinterfragt.

Bild: Schweizerischer Nationalfonds.

Inhaltsverzeichnis

Wissenschaftspolitisch war es ein Paukenschlag: Der Historiker Sacha Zala, Direktor der Forschungsgruppe der diplomatischen Dokumente der Schweiz (Dodis), forderte in einem Gespräch mit der «NZZ am Sonntag» die Auflösung des Schweizerischen Nationalfonds. Dieser hat in den letzten Jahrzehnten zahlreichen Geistes und Sozialwissenschaftern per Promotions- und Postdoc-Förderung den Weg zur Hochqualifikation geebnet, habe sich allerdings immer mehr zu einer «Antragsindustrie» entwickelt, so Zala: «Man muss das Blaue vom Himmel versprechen, aber das Resultat interessiert kaum jemanden.» Richtig. Allerdings wäre dringend zu ergänzen, dass genau dieses Wedeln mit den richtigen Signalwörtern gegenüber den Geldgebern innerakademisch den Siegeszug bestimmter Trends ermöglicht hat, die heute ganz offensiv für Ideologie und nicht für Wissenschaft eintreten. Dem Appell zur radikalen Reform kann man jedenfalls nur beipflichten. (vsv)

Unterstützen Sie uns!

Dieser Artikel war frei zugänglich – ermöglichen Sie mit einer Spende den freien Zugang für alle.

Jetzt spenden

Aktuelles

Die grüne Erbsündenlehre

Die grüne Erbsündenlehre

Grüne Aktivisten instrumentalisieren die Sommerhitze. Doch statt Lösungen haben sie nur quasireligiöse Dogmen zu bieten. Giuseppe Gracia und Lukas Leuzinger diskutieren, warum der Staat ein schlechter Umweltschützer ist und wieso Technologie mehr bringt als Ideologie.