Die 2020 mit 98 Jahren verstorbene Künstlerin Elisabeth Wild betrieb bis 1998 ein Antiquitätengeschäft in Basel, bevor sie zu ihrer Tochter Vivian Suter – ebenfalls eine bekannte Künstlerin – nach Guatemala auswanderte. Dort wahrte sie noch im hohen Alter eine ungeheure Produktivität und schuf bis zu ihrem Tod täglich eine Collage: kleinformatige, farbenfrohe Kompositionen, die ausschliesslich aus ausgeschnittenem Material hergestellt wurden, mit Formen, Linien und Kreisen spielten, in der Regel keinen Titel trugen und das eigene Raumverständnis herausfordern. Eine Auswahl von 180 dieser Arbeiten ist seit einigen Monaten in Zürich zu sehen und lädt dazu ein, sich in Wilds surrealen Anordnungen zu verlieren. Erfreulicherweise hat das haus konstruktiv die Ausstellung nun bis zum 15. Januar 2023 verlängert. Perfekt, um sich in der Mittagspause an einen anderen Ort zu träumen. (vsv)
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