zum Inhalt

Neugierige Meisterfotografin

Ein Bildband setzt der Fotografin Martine Franck ein Denkmal.

Ein Junge im Quartier Ballymun im Norden der irischen Hauptstadt Dublin, 1993. Bild: Reporters sans frontières: Martine Franck: 100 photos pour la liberté de la presse.

Inhaltsverzeichnis

Die Organisation Reporters sans frontières setzt sich weltweit für freie Medien ein. Und untermalt ihr Engagement kunstvoll: In regelmässigen Abständen gibt sie unter dem Titel «100 photos pour la liberté de la presse» Kollektionen mit Bildern unterschiedlicher Fotografen heraus.

Der neuste Band setzt Martine Franck (1938-2012) ein Denkmal. Die belgische Fotografin reiste für die legendäre Agentur Magnum um die Welt, war unter anderem in Frankreich, China, Indien und Irland tätig. Sie fotografierte Demonstrationen, Kulturschaffen, vor allem aber Alltagsszenen. Ihre Schwarzweissfotos fangen gesellschaftliche Entwicklungen und historische Ereignisse in ruhiger, nüchterner und doch spektakulärer Weise ein. So etwa, wenn ein irischer Junge in einem trostlosen Quartier Dublins verschmitzt lächelnd mit einer Pistole in die Kamera zielt. Oder an einer Demonstration «contra la vie chère» 1975 in Paris.

«Je ne crois pas que vous poussiez être un bon photographe sans être curieux des autres», sagte Martine Franck einst. Ihr Werk verdeutlicht, was sie meinte. (Lukas Leuzinger)

Reporters sans frontières: Martine Franck: 100 photos pour la liberté de la presse

Unterstützen Sie uns!

Dieser Artikel war frei zugänglich – ermöglichen Sie mit einer Spende den freien Zugang für alle.

Jetzt spenden

Aktuelles

Krankheit lohnt sich

Krankheit lohnt sich

Prävention wird kaum honoriert, Krankheit dagegen zuverlässig finanziert. Die Pflege-Unternehmerin Alessia Schrepfer erklärt, warum diese Fehlanreize Patienten und Pflegekräfte belasten – und weshalb das System von Grund auf neu gedacht werden muss.