Die zarte Pflanze ist erneut gefährdet
Bereits antike Denker machten sich Überlegungen zur Toleranz. Die Idee erlitt aber immer wieder Rückschläge. Bis heute.
Bereits antike Denker machten sich Überlegungen zur Toleranz. Die Idee erlitt aber immer wieder Rückschläge. Bis heute.
Die Ablehnung von Personen mit anderen Meinungen ist links und rechts des politischen Spektrums gleichermassen verbreitet. Paradoxerweise rechtfertigen beide Seiten ihre Intoleranz mit der Verteidigung der Toleranz.
Immer mehr Länder ergreifen Massnahmen zur Bekämpfung von Hassrede. Doch diese sind kontraproduktiv. Redefreiheit geht Hand in Hand mit Gleichberechtigung.
In Rorbas tritt die 17-jährige Sanja Baur als Wrestling-Bösewicht WARChild Saga auf. Dabei diskriminiert sie nicht: Sie vermöbelt alle.
Im Journalismus kommt es immer wieder zu systematischen Fehlern und blinden Flecken. Das hat auch mit dem politischen Weltbild von Journalisten zu tun, dem es allzu oft an Vielfalt mangelt.
Im Zuge des Kulturkampfs in den USA versuchen sowohl Konservative als auch Progressive zunehmend, unerwünschte Bücher zu verbieten. Das begründet nicht selten deren Erfolg.
Der Undercover-Journalist Andy Ngo wurde durch seine Berichterstattung über politische Proteste zu einem Feind der Antifa und wurde mehrfach verprügelt. Er warnt die Schweizer, nicht naiv zu sein.
Wütende Bauern sollen versucht haben, eine Fähre mit dem deutschen Wirtschaftsminister Habeck an Bord zu stürmen. Neue Recherchen widersprechen diesen Berichten.
Schweizer Medien erklärten einen Papst und einen Bundesrat für tot, obwohl sie noch lebten. Der Fall Borer führte zu einer Selbst-besinnung. Heute sind Fehlleistungen nicht selten eine Folge unterbesetzter Redaktionen.
1977 unterzog Friedrich Dürrenmatt den Toleranzbegriff in unserer Zeitschrift einer kritischen Prüfung. Seine Gedanken sind heute noch erstaunlich aktuell.
Behörden und Experten warnen vor Fake News als grösster Zukunftsgefahr. Diese sind aber offenbar nur ein Problem, wenn sie den Absichten der Behörden zuwiderlaufen.
Journalisten würden Fehler nur immer halb zugeben und zurücknehmen, sagt der Berner Sicherheitsdirektor Philippe Müller. Er wehrt sich regelmässig gegen Falschmeldungen der Medien.
Juden und Muslime stehen in der Schweiz relativ vielen Vorurteilen gegenüber, während Schwarze weniger damit zu kämpfen haben. Eine grafische Übersicht zeigt, welche Einstellungen Schweizerinnen und Schweizer gegenüber bestimmten Gruppen haben und wer sich am häufigsten diskriminiert fühlt.
Wenn Medien Fehler passieren, geht es darum, sie rasch zu erkennen und zu korrigieren. Die Leser können dabei eine wertvolle Hilfe sein.
Digitale Technologien können sinnvolle Hilfsmittel sein, haben aber auch das Potenzial, die Demokratie zu untergraben. Wir dürfen uns die Realität nicht durch sie ablösen lassen.
Die Unesco setzt Toleranz mit Akzeptanz gleich. Diese Definition ist völlig falsch, aber leider weit verbreitet.