Steuerwettbewerb in Europa
Die Beschränkung des zwischenstaatlichen System- und Steuerwettbewerbs durch Harmonisierung und Zentralisierung ist Gift für die Standortattraktivität Europas.
Die Beschränkung des zwischenstaatlichen System- und Steuerwettbewerbs durch Harmonisierung und Zentralisierung ist Gift für die Standortattraktivität Europas.
Wie gross ist die Gefahr eines Nuklearkriegs?
Staatsskepsis ist nicht rückständig
VORSICHT BÜCHER! steht hin und wieder gross auf Buchpaketen, die von der Post ausgeliefert werden. Es könnte als Hinweis auf die psychischen Erschütterungen verstanden werden, die Bücher bei manchen Menschen hervorrufen. «Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann
Kann lesen, wer einem Zeichensystem Informationen entnimmt? Laut Pisa-Studie: ja. Doch das Lesen ist weit mehr. Ein Plädoyer, warum sich die Anstrengung des Lesens lohnt.
Die Lesekompetenz wird zunehmend wichtiger. Während früher nur wenige lesen konnten, müssen heute viele komplexe Texte verstehen. Deshalb ist gezielte Leseförderung, angepasst an unterschiedliche Voraussetzungen, notwendig.
Lesen allein genügt nicht. Die schiere Anzahl an Kinderbüchern ist noch kein Qualitätsausweis. Denn Kinderbücher sind in vielen Fällen nur eines: dümmlich. Der Kinderbuchmarkt braucht eine Radikalkur.
Ursprünglich als eine Massnahme gegen «Schund- und Schmutzliteratur» lanciert, ist das Schweizerische Jungendschriftenwerk SJW mit seinen farbig illustrierten Heftchen eine Schweizer Institution, die auch heutzutage noch dazu beiträgt, die Lust der Kinder auf das Lesen zu fördern.
Das richtige Leseangebot zum richtigen Zeitpunkt. Mit Büchern, die Spass machen und so die Mühen belohnen, die das Lesenlernen und Lesen mit sich bringt. Wie Kinder zu Lesern werden, zeigt ein Beispiel aus dem Angebot des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM).
Computer und Buch, Gamen und Lesen – sie müssen sich nicht widersprechen. Die meisten Computerspiele kann nur spielen, wer ihre Anweisungen liest. Auch wenn Orthographie, Grammatik und Stil häufig zu wünschen übrig lassen. Das Lesen am Bildschirm kann den Griff zu den Büchern leichter machen.
Modernisieren, kürzen, verdichten. Wird nach so einer Behandlung der klassische Text zum leicht verdaulichen Text? Die «…einfach klassisch»-Reihe hat es versucht – und ist gescheitert.
Texte brauchen nicht leicht und eingängig zu sein, um zum Lesen zu motivieren. Im Gegenteil. Klassikertexte haben ihren Reiz – gerade auch für Schüler –, weil sie fremd erscheinen und nicht gedankenlos konsumiert werden können.
Soll jede erwachsene Person lesen und schreiben können? Erst als ein Ja auf diese Frage im Verlauf des 18. Jahrhunderts selbstverständlich geworden war, kam die Phase der didaktischen Überlegungen, wie das Lesen am besten zu lehren sei.
Es gibt leidenschaftliche Leser und Bibliophile. Rainer Diederichs verkörpert beide. Zu unserem Gespräch erscheint er mit einer Anzahl von Büchern unterm Arm, schönen und weniger schönen.
«Er fährt wir ein Affe eine Leiter hinauf und auf einen Band los, förmlich von unten gezielt, gerade auf diesen einen, holt ihn mir herunter, sagt: ‹Herr General, hier habe ich für Sie eine Bibliographie der Bibliographien› – du weisst, was das ist? – also das alphabetische Verzeichnis der alphabetischen Verzeichnisse der
Ärzte, Psychiater, Psychologen, Pädagogen und Pfarrer gehörten zu den Pionieren der Schweizer Psychoanalyse. Seit damals prägen Konflikte um Berufsbild, Ausbildung und Institutionalisierung ihre wechselvolle Geschichte.