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Aktuelles

(0) Auftakt

Die deutsche Sprache verwendet für finanzielle Verpflichtungen und für moralische Defizite dasselbe Wort: Schuld. Die Sprache, die oft intelligenter ist als jene, die sie spontan benützen, signalisiert, dass Verschuldung, sowohl für Private als auch für Staaten, nicht problemlos ist, obwohl sie in einer arbeitsteiligen, technisch zivilisierten, kapitalistisch vernetzten Welt zur

(1) Die Last der Verschuldung

Staatliche Schulden gefährden weniger durch explizite Verbindlichkeiten als durch implizite Sozialverpflichtungen. Fachleute diskutierten am Zermatter Symposium, wie Staatsschulden die Volkswirtschaft beeinflussen und welche Wege aus der Schuldenfalle führen.

(2) Die veruntreute Jugend

Bei öffentlicher Verschuldung greift das Haftungs-prinzip nicht. Denn der durch die Verschuldung ermöglichte aktuelle Konsum muss von Dritten – den zukünftigen Generationen – finanziert werden. Über den Circulus vitiosus eines kollektiv finanzierten Sozialstaates.

(3) Die Schulden der Industrienationen

Die durchschnittliche Verschuldung der Industrienationen steigt. Eine Analyse der sozio-ökonomischen wie auch politisch-institutionellen Faktoren, die den Schuldenaufbau wie auch die Konsolidierungsbemühungen beeinflussen.

(4) Geldpolitik und Staatsverschuldung

Gesunde Staatsfinanzen ermöglichen langfristig erfolgreiche Geldpolitik. «Gesund» bedeutet nicht zwingend, Staatsverschuldung gegen null zu senken. Liquide Märkte für Staatsanleihen stärken die Finanzmärkte. Eine Analyse der Vorteile und Risiken.

(5) Flexibilität statt Stabilitätspakt

Der Stabliltitätspakt ist zu restriktiv. Stattdessen könnte ein Gremium unabhängiger Fachleute die fiskalische Disziplin gewährleisten und entscheiden, welches Defizit ein Mitgliedland eingehen darf.

(6) Die Schuldenbremse in der Schweiz

Um die Entwicklung einer zunehmenden Staatsquote und einer gleichzeitigen Erhöhung der Bundesschuld zu bremsen, wurde in der Schweiz vor vier Jahren eine Ausgabenregel eingeführt. Ein Erfahrungsbericht über die Erfolge, aber auch die Grenzen dieser finanzpolitischen Massnahme.

(7) Schnitt ins eigene Fleisch

Staatsverschuldung schadet der gegenwärtigen Generation durch Bodenwertver­luste und höhere Mieten. Gewählte Kontrollgremien auf allen politischen Ebenen – von der Gemeinde bis zur EU – könnten einen Ausweg bieten.

(8) Abgrund oder Ausweg?

Hört man die Meinungen von Ökonomen, dann scheint es den meisten Industrienationen nicht an Wissen, wohl aber an politischem Willen und somit an Taten zum Ausbruch aus der Schuldenfalle zu fehlen.

Der Gläubiger nimmt an einem Herren-Rechte teil…

Friedrich Nietzsche war ein bedeutender Philosoph des 19. Jahrhunderts. In seinen späten Werken erforschte er, wie Moral den Menschen zur Selbstdisziplin führt und gleichzeitig seine Befreiung ermöglicht. Er prägte den Satz, der Mensch sei das «Tier, das versprechen darf».

Die Spaltung der Schweizer Psychoanalyse

Nach dem Austritt der Jungianer waren Schweizer lange Störenfriede in der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. Viele traten gar nicht bei, andere verärgerten Freud mit ihrem Kantönligeist. Ein ungewollter Bruch prägte schliesslich die Geschichte der Organisation.

Unendlicher Tausch

Menschen tauschen Ideen, Waren, Energien, Informationen und brauchen einen Tauschplatz – den Markt. Dennoch haben viele eine tiefsitzende Angst vor ihm. Hier kann mehr Gelassenheit im Umgang mit dem unkontrollierbaren Unendlichen helfen.

Schweizer Literatur in Kurzkritik, Folge III

Pierre Bayards Buch „Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat" ist nun auf Deutsch erhältlich. Die Schweizer Literatur in Kurzkritik bietet Inspirationen über Titel hinaus – für Leser und Nichtleser gleichermassen.

Der Kreislauf von Achtung und Ächtung

Am 2. Oktober 2001 stellte Swissair den Flugbetrieb ein. Fünf Jahre später sprach das Bezirksgericht Bülach die Manager frei, darunter Eric Honegger, damaliger Verwaltungsratspräsident der SAirGroup. In seinem Buch «Erinnerungs-Prozess» beschreibt er diese Zeit vom Grounding bis zum Urteil.