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Götter von heute

Zeus, Hera, Prometheus, Persephone, Eurydike und die Furien kommen zurück. Die Netflix-Serie «KAOS» verpflanzt die altgriechische Götterwelt ins heutige Kreta.

Poseidon und Hera in «KAOS». Bild: Screenshot Netflix.

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«Eine Linie taucht auf, die Ordnung schwindet, die Familie zerfällt, und das Chaos regiert.» Diese Prophezeiung erhält Göttervater Zeus (gespielt von Jeff Goldblum), aber auch drei Sterbliche. Sie ist der Leitfaden von «KAOS», einer Serie, welche die griechische Götterwelt auf geschickte Weise ins heutige Kreta verpflanzt.

Dionysos ist ein junger Partygänger mit blondierten Haaren. Poseidon ein Jachtbesitzer auf dem Mittelmeer. Orpheus ein unsterblich in Eurydike verliebter Popsänger. Und Prometheus wird, angekettet an einer Felsmauer, von einem Adler in die Leber gepickt. Als es Probleme gibt in der Unterwelt, weil Hades mit der Menge an Seelen, die über den Fluss Styx kommen, nicht mehr klarkommt, nimmt das Chaos seinen Lauf.

Wer einst Altgriechisch studierte, wird diese Serie sicher unterfordern. Für die breite Mehrheit geht’s durch als Unterhaltung mit Bildungsanspruch. Klarkommen muss man lediglich mit dem Überhang von Gewalt. Doch friedlich ging es noch nie zu unter den Göttern. (rg)

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