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«Endlich ein dicker Bub»

Heinz Bütler widmet sich den weniger beleuchteten Seiten von Albert Anker.

Albert Anker, «Die ersten Gehversuche von Maurice Anker», 1875. Bild: SIK-ISEA.

Im Anschluss an seinen Essayfilm «Albert Anker. Malstunden bei Raffael», der letztes Jahr vorgestellt wurde, schreitet Heinz Bütler nun durch die weniger bekannte Welt desjenigen Malers (1831–1910), der das Schweizer ­Alltagsleben des 19. Jahrhunderts wie kein anderer dokumentierte. Im handlichen Band mit dem Titel «Lebt Anker noch?», der zahlreiche ­Gemälde zeigt und sich auf Ankers Korrespondenz stützt, tritt der Privatmensch hinter dem Künstler hervor. «Endlich haben wir einen dicken ­Buben und sind von der Ungewissheit ­befreit», schrieb er 1874 an Malerkollege François Ehrmann angesichts der Geburt von Söhnchen Moritz: «Alles nahm einen guten Verlauf, hoffen wir, dass es so weitergeht.» Der Nachwuchs wurde prompt in einem Bild verewigt und lächelt – nach heutigen Standards keineswegs als «dick» zu bezeichnen – den Leser in der zutraulichen Pose eines ­aufgeschlossenen Kleinkindes an. (vsv)

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