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Der erhobene Zeigefinger – aber in welcher Farbe?

Hautfarbene Emojis können Diskussionen über Identität und Rassismus entfachen.

Bild: Wikimedia Commons

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Kaum hat man mit seinen Wurstfingern eine Nachricht mühselig in sein Handy getippt, stellt sich die Frage, ob diese der realen menschlichen Kommunikation gerecht wird oder ob man seiner virtuellen Aussage mittels lustiger farbiger Piktogramme (vermeintlich) mehr Emotion oder Ausdruck verleihen soll. Gut, dass es da diese Emojis gibt. Die meisten der gebräuchlichsten kommen in unterschiedlichen Hauttönen daher: Das klassisch gelbe Emoji wird ergänzt durch fünf hautfarbene Emojis, die dafür sorgen könnten, dass man der menschlichen Vielfalt gerecht wird. Oder wird dadurch alles nur komplizierter? In einem Artikel, der kürzlich auf der Webseite des Radiosenders «National Public Radio» erschienen ist, wird darüber diskutiert, wann, von wem und unter welchen Umständen ein Hautton-Emoji verwendet werden kann.

Sicher, es gibt Wissenschaft, die seriöse Emoji-Forschung betreibt: In einer 2018 veröffentlichten Studie der University of Edinburgh wurden Twitter-Nutzer, deren Emoji-Verwendung und ihr Bezug zur Hautfarbe untersucht. Das Ergebnis: User mit dunklerer Hautfarbe benutzen öfter modifizierte Emojis, die ihre Hautfarbe darstellen sollen. Leute mit heller Hautfarbe greifen hingegen seltener auf die modifizierten hellfarbenen Emojis zurück. Die Studie gibt allerdings keinen Aufschluss darüber, was die Motivation dahinter ist.

Ist das «Simpsons»-artige gelbe Emoji eigentlich neutral? Darf man als Weisser Emojis nutzen, die einen dunkleren Hautton darstellen, und umgekehrt? Oder auch: Legitimiert ein Abstecher ins Solarium vorübergehend den Gebrauch einer dunkleren Variante?

Eine mögliche Lösung: Verwenden Sie Emojis so, wie Sie es für richtig erachten. Suchen Sie das Gespräch, falls Ihre Verwendung jemanden triggern sollte. (ms)

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