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Der Berg ruft. Und ruft. Und ruft.

Nimsdai Purja bezwingt alle 14 Achttausender in Rekordzeit – die waghalsige Tour ist nun auch filmisch dokumentiert.

Bild: nimsdai.com

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2012 steht Nimsdai Purja das erste Mal auf einem Berggipfel. Sieben Jahre später erklimmt der Nepalese alle vierzehn Achttausender in der Rekordzeit von etwas mehr als sechs Monaten. Die abenteuerliche Tour kann nun bequem vom Sofa mitverfolgt werden: Der Dokumentarfilm «14 Peaks» ist seit dieser Woche auf Netflix.

Purja ist zu einem Superstar unter den Bergsteigern geworden, der mit seiner Risikofreude und Exzentrik gleichermassen Bewunderung und Kopfschütteln auslöst. Bescheidenheit, das wird auch im Film schnell klar, ist seine Sache nicht. Mit Baseballcap, Sonnenbrille und immer einem selbstbewussten Spruch auf den Lippen («Giving up is not in the blood, man!») wirkt er zuweilen eher wie ein Hiphopper, der sich in den Himalaya verirrt hat.

Purja und sein Team kämpfen auf ihrem Weg auf die 14 Gipfel (6 in Nepal, 5 in Pakistan und 3 in Tibet) nicht nur mit tiefen Temperaturen, Lawinen und Wetterumschwüngen. Kurz vor dem Ziel kommt ihnen auch noch die chinesische Regierung in die Quere, die den letzten Gipfel in Tibet kurzerhand sperrt. Dank einiger Überzeugungsarbeit via Politik und soziale Netzwerke schafft Purja aber auch dieses Hindernis aus dem Weg. Dass die Bergsteiger bei ihren Gipfelbesteigungen selber filmen und nur in den tieferen Lagen von einem professionellen Kamerateam begleitet werden, ist der filmischen Qualität nicht unbedingt förderlich, dafür wirkt «14 Peaks» so umso realitätsnäher.

Selbstredend lässt es Purja nicht bei diesem Abenteuer bewenden. Bevor der Film fertig war, war er jüngst an der ersten Winterbesteigung des K2 beteiligt. Und weil das nicht genug ist, gleich ohne zusätzlichen Sauerstoff. (lz)

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