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Hans-Rüdiger Schwab

An der letzten Grenze

Kann ehrlichen Herzens ein Buch gelobt werden, das etwas behandelt, vor dem man sich fürchtet? Etwas, das uns mit unserer tiefsten Ohnmacht konfrontiert? Etwas, das «unser Vorstellungsvermögen … übersteigt», «vor dem alles menschliche Denken an sein Ende kommt»? Das eine Bereitschaft verlangt, um die wir uns, in der westlichen Zivilisation jedenfalls,

Gnade wird nicht gegeben

Auf die «Lust, gewisse Fehler des ersten Versuchs beim zweiten Mal zu vermeiden», verweist Thomas Hürlimann bescheiden als Motiv für die Entstehung einer vollständig neuen Version seines «Einsiedler Welttheaters».

Lou Andreas-Salomé: Ichgeburt in der Weltfremde

Keiner, der ihr begegnete, vermochte sich dem Reiz dieser Persönlichkeit zu entziehen. Fast stereotyp fielen die Komplimente aus. Denn stets aufs neue rühmte man an Louise von Salomé ihren «scharfen, klaren Verstand» (Paul Deussen), den «königlichen Geist» (Felix Salten), nannte sie «ein Genie» (Peter Gast), wo nicht gar «das begabteste,