Im Basler Totengässli mit Wein
Stefan Brockhoff: «Musik im Totengässlein», hrsg. von Paul Ott und Kurt Stadelmann. Zürich: Chronos, 2007.
ist Literaturnetzwerker. Er lebt und arbeitet freischaffend in Luzern.
Stefan Brockhoff: «Musik im Totengässlein», hrsg. von Paul Ott und Kurt Stadelmann. Zürich: Chronos, 2007.
Hans Boesch war Schriftsteller und Ingenieur, der Natur, Sinnlichkeit und Phantasie mit Abstraktion, Logik und Technologie vereinen wollte. Zur Wiederauflage seiner «Ingenieurstrilogie» veröffentlichen wir eine bislang unveröffentlichte Erzählung aus seinem Nachlass.
Abheben mit Reto Hänny Der Anfang ist unverändert geblieben, und ebenso das Ende. Dazwischen aber hat Reto Hänny seinen Roman «Flug» von 1985 gehörig durcheinandergewirbelt, so dass dessen Neufassung ein anderes Gesicht zeigt. Hänny hat den Roman beschleunigt, indem er ganze Absätze gestrichen hat, etwa solche, die von den Pionieren
Fault nicht, klebt nicht, riecht nicht, nässt nicht «Singende Eisen, Spangen und Gleise» nennt sich das Programm, das seit Jahren vier illustre Musiker und Autoren auf der Bühne zusammenführt. Anton Bruhin, Bodo Hell, Michel Mettler und Peter Weber geben gemeinsam ein mixtum compositum zum Besten, das nun auch auf CD
Marie streift unstet durchs Unterholz der Grossstadt und kann nicht ruhen. Doch im Unterschied zu ihrer Namensverwandten bei Georg Büchner, die es nicht länger aushält, kommt sie mit dem Leben durchaus zurecht, auch wenn sie dafür eine Unzahl täglich neu erstellter Listen und Aufzählungen benötigt. Kaffee kaufen steht zuoberst, und
Hanna Johansen: «Der schwarze Schirm». München: Hanser 2007.
Das Problem des Äthers ist keines unserer Gegenwart. Von den Griechen als «quintia essentia», als fünftes Element betrachtet, hat sich der Äther quer durch abendländische Geistes- und Naturgeschichte gewissermassen verflüchtigt. Über den Äther nachdenkend hat Einstein seine Relativitätstheorie gewonnen und damit exakt diesen Äther endgültig abgeschafft. In seiner Poetikvorlesung «Im
Der Schreibende kämpft immer mit einem Gegenüber, das imaginär ist und dennoch reale Kraft auszuüben vermag. Oder bildet sich der Schreibende dies nur als innere Stimme ein? Kämpft er mit sich, wenn er gegen jenen «Kollegen» anredet, von dem Maurice Blanchot (1907–2003), Schriftsteller und Th eoretiker des Paradoxen, erzählt?
Lee taugt als Vorname für Männer wie für Frauen. Daher entzieht sich Lee Gustavo, die Ich-Erzählerfigur in Sandra Hughes’ Debütroman, den geschlechtlichen Zuschreibungen. Lee arbeitet als patente Haushaltshilfe und liebt Frauen. Aber was heisst das schon. Halsbrecherisch schwankt Lee zwischen keckem Mädchen und dummem Jungen – was nicht das einzige
Christian Haller erzählt drei Generationen: Seine Grossmutter emigriert 1926 aus Bukarest in die Schweiz, sein Grossvater baut dort ein Stahlimperium auf, sein Vater erlebt schwere Zeiten. Der Schweizer Schriftsteller erhält den Aargauer Literaturpreis.