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Analytischer Aufbruch im Zweiten Weltkrieg

Bild: fotografiert von Vojin Saša Vukadinović

Inhaltsverzeichnis

Von allen akademischen Disziplinen war Philosophie lange Zeit jene, die sich am langsamsten veränderte. Das als «Königin der Wissenschaften» geltende Studienfach zeichnete sich bis weit ins 20. Jahrhundert dadurch aus, keine Königinnen zu kennen, wohl aber sich wie Könige aufspielende Philosophen; aufstrebende Denkerinnen hatten es in diesem Milieu oftmals deutlich schwerer als in anderen akademischen Arealen.

Die britischen Philosophinnen Clare Mac Cumhaill und Rachael Wiseman haben sich in ihrem Buch «The Quartet» mit vier Vorgängerinnen beschäftigt, die mitten im Zweiten Weltkrieg kollektiv und individuell die Philosophie erneuerten – und diese «zurück ins Leben brachten». Elizabeth Anscombe, Philippa Foot, Mary Midgley und Iris Murdoch arbeiteten in Oxford an einer Erneuerung der analytischen Philosophie, während ihre Kollegen gegen die Deutschen in den Krieg zogen – und konfrontierten sie nach ihrer Rückkehr in den akademischen Betrieb mit vollendeten Tatsachen. Die nicht nur in wissenschaftshistorischer Hinsicht bedeutsame Episode geriet später in Vergessenheit. Vorzüglich, sie nun in dieser zugänglichen Form nachlesen zu können. (vsv)

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