«Man findet die Macht nie dort, wo man sie sucht»
Wer hat in der modernen Welt eigentlich das Sagen? Ein Gespräch über kriselnde Institutionen, die Unsicherheiten des 21. Jahrhunderts und die Schweiz als Pioniernation Europas.
Wer hat in der modernen Welt eigentlich das Sagen? Ein Gespräch über kriselnde Institutionen, die Unsicherheiten des 21. Jahrhunderts und die Schweiz als Pioniernation Europas.
In den Notfallplänen, die Behörden derzeit befolgen, fehlt die Möglichkeit eines Fehlalarms. Wenn ein solcher nicht erkannt werden kann, muss die Realität dem Plan angepasst werden.
Die Parteizugehörigkeit von Richterinnen und Richtern ermöglicht eine ausgeglichene Zusammensetzung von Gerichten. Sie darf aber nicht zur Ausübung von politischem Druck missbraucht werden.
Gerichte greifen mit ihrer Rechtsprechung zunehmend in die Politik ein. Gerade deshalb müssen sie demokratisch legitimiert sein und vom Parlament gewählt werden.
Richter können nicht demokratisch gewählt und zugleich immun gegen politische Beeinflussung sein. Das Dilemma lässt sich entschärfen – mit klaren und transparenten Regeln.
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat sich die Integration der Europäischen Union auf die Fahnen geschrieben. Weil ihm die Kompetenz dafür fehlt, erreicht er genau das Gegenteil: Er wird zur Gefahr für die europäische Rechtsgemeinschaft.
Mehr Verwaltungstätigkeiten, höhere Personalkosten, stärkeres Wachstum als der Privatsektor: Die öffentliche Verwaltung hat in den letzten Jahren viel unnötigen Speck angesetzt.
Covid-19 hat zu einer massiven Erhöhung der öffentlichen Ausgaben geführt. Doch statt die Staatsaktivitäten noch mehr auszuweiten, wären Einsparungen angezeigt.
Die Bürokratie wuchert, doch nur, weil die Politik sie wuchern lässt. Rezepte für eine Trendumkehr.
Dass Studenten sich für Gerechtigkeit einsetzen, ist nichts Neues. Doch mit ihrem selbstherrlichen Vorgehen werfen sie die Werte der Aufklärung über Bord.
Junge wählen linksgrüner als je zuvor. Ein Ruf der Verzweiflung: Die Jugend hat ihre ökonomischen Perspektiven verloren.
Millennials scheinen nicht älter zu werden, sie bleiben ewig Kinder. Was würde C. G. Jung zur Entwicklungshemmung der Generation Y sagen?
Wer künftig in einer auch nur annähernd liberalen Welt leben will, tut gut daran, für liberalen Nachwuchs zu sorgen.
Eine gefährliche Mischung aus Identitätspolitik und demografischem Wandel bedroht die Demokratie in den Vereinigten Staaten. Dabei könnten sie von der Schweiz lernen.
A toxic mix of identity politics and demographic transformation is threatening democracy in the United States. To overcome polarization, cosmopolitan elites need to do their part and question their own tribal identity.
Hinter den politischen Stammeskriegen in vielen Staaten steht das Bedürfnis nach Würde und Anerkennung. Darauf müssen liberale Demokratien mit einer eigenen Identitätspolitik reagieren.