Die Pandemie des Protektionismus
Der multilaterale, offene Welthandel steht unter Druck. Die Vorteile des Freihandels überwiegen jedoch gerade auch in der Coronakrise.
Während der Pandemie erlitt der globale Handel Schiffbruch: Einem abrupten Nachfrageschock folgten Lieferengpässe und Handelsverzögerungen, der Preis zahlreicher Güter und Rohstoffe verteuerte sich massiv. Protektionisten erhielten Aufwind – doch das muss nicht so bleiben. Wie die Havarie der «Ever Given» zeigt, stockt der Freihandel nur zeitweise. Und kommt dann wieder auf Kurs.
Der multilaterale, offene Welthandel steht unter Druck. Die Vorteile des Freihandels überwiegen jedoch gerade auch in der Coronakrise.
In der Pandemie konnte die Weltwirtschaft ihre Stärken ausspielen, sagt der Zürcher Ökonom. Doch die Globalisierung schafft auch Nettoverlierer.
Freihandelsabkommen bringen für sich allein noch nichts. Die Wettbewerbsvorteile müssen von den Unternehmen auch genutzt werden.
Das hauchdünne Ja des Schweizer Stimmvolks zum Abkommen mit Indonesien deutet auf eine wachsende Skepsis gegenüber dem Freihandel hin. Bei der Aushandlung neuer Verträge müssen ökologische Bedenken berücksichtigt werden.