Diversifikation bringt Stabilität
Die Schweiz profitiert stark von Globalisierung und Freihandel. Ein Zurückholen der Produktion lohnt sich nur, wenn sie langfristig automatisiert werden kann.
Als die weltweiten Lieferketten mit dem Ausbruch der Coronapandemie durchgeschüttelt wurden, sind Rufe nach einer Verlagerung von Produktionen zurück nach Europa laut geworden. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland bremsen die Weltwirtschaft nun erneut. Dank Automatisierung wird die lokale Produktion auch in der Schweiz wieder realistisch. Das Autarkiestreben hat allerdings Grenzen. Diversifizierte Handelsbeziehungen sind der wichtigste Garant für Versorgungssicherheit.
Die Schweiz profitiert stark von Globalisierung und Freihandel. Ein Zurückholen der Produktion lohnt sich nur, wenn sie langfristig automatisiert werden kann.
2016 hat die Wander AG die Produktion des Ovomaltine-Brotaufstrichs vollständig in die Schweiz geholt. CEO Arnold Furtwaengler hat mit der Produktion im Hochlohnland gute Erfahrungen gemacht. Aktuell kämpft er mit hohen Rohstoffpreisen.
Die Produktionsketten von Halbleitern sind komplex und ausserordentlich fragil. Kein Land kann in diesem Bereich völlig unabhängig sein. Dennoch gibt es für die Schweiz Wege, die Versorgung mit Mikrochips resilienter zu machen.