Wer Machtmissbrauch verhindern will, muss die Macht begrenzen
Der politische Prozess führt zu einem Wettstreit um staatliche Sondervorteile und damit zu einer stetigen Aufblähung des Staates. Der einzige Ausweg ist ein System ohne Sondervorteile.
Vom Wettbewerb sollen nicht nur Kunden auf Gütermärkten profitieren, sondern auch Bürger auf dem Markt für öffentliche Dienstleistungen. Davon ist Patri Friedman überzeugt. Der libertäre Fondsmanager arbeitet seit Jahren daran, neue Gemeinschaften jenseits staatlicher Grenzen aufzubauen. Freie Privatstädte seien nicht mehr aufzuhalten, sagt Friedman im Gespräch. Er selber kann es jedenfalls kaum erwarten, dem Staat den Rücken zu kehren: «Ich habe es wirklich satt, in Kalifornien zu leben.»
Der politische Prozess führt zu einem Wettstreit um staatliche Sondervorteile und damit zu einer stetigen Aufblähung des Staates. Der einzige Ausweg ist ein System ohne Sondervorteile.
The time for voluntary opt-in societies has come, believes libertarian activist and fund manager Patri Friedman. To get radical improvement, he says, one must create new structures rather than improve existing ones.
Die Zeit für freiwillige Opt-in-Gesellschaften sei gekommen, glaubt der libertäre Vordenker Patri Friedman. Um radikale Verbesserungen zu erzielen, müsse man neue Strukturen schaffen, statt bestehende zu verbessern.
Das Machtverhältnis zwischen Staat und Bürger sehen viele als gegeben an. Dabei wären auch Systeme mit weniger Politik und Herrschaft denkbar. Daran arbeiten jedenfalls schon manche Liberale und Libertäre.
Statt von Freiheit jenseits der Staatsgrenzen zu träumen, sollten Liberale ihre eigenen Gesellschaften freier machen. Das genossenschaftliche Staatsverständnis der Schweiz ist dafür die ideale Basis.