Ein jüdischer «Candide» im Reich des Bösen
Kertész, als ungarischer Jude im Holocaust, erfährt das Böse unmittelbar. Sein Schreiben in «Roman eines Schicksallosen» rekonstruiert dieses Böse durch Banalität, um seine Existenz durch Nicht-Existenz sichtbar zu machen – ein Versuch, Authentizität und Identität zurückzugewinnen.