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Editorial

Making of 1025

Making of 1025

Essay über unsere Gegenwart Hans Ulrich Gumbrecht zählt zu den letzten Vertretern seiner Zunft: jener des universal gebildeten Intellektuellen. Das Wissen des Stanford-Professors, genannt «Sepp», ist stupend, ebenso seine Schaffenskraft. Als der Herausgeber mit ihm vor ein paar Monaten ein Gespräch über die europäischen Abgründe führte (siehe Ausgabe von

Editorial

Der helvetische Wutbürger ist einer, der die Faust im Sack macht. Er ist unzufrieden mit den Verantwortlichen für den Betrieb des Landes, er ist zornig gegenüber «denen da oben». Doch bekundet er seinen Unmut am liebsten im geschützten Ambiente des Freundeskreises, wo er davon ausgehen kann, dass andere seine Ansichten

Editorial

Der «Monat» entwickelt sich ständig weiter – genauso wie seine Macher und natürlich Sie: unsere Leser. Oft haben Sie uns geschrieben: «Alles wunderbar, was Ihr da zusammen mit Euren Autoren jeden Monat aufs neue ausheckt, aber zuweilen ist es fast zu viel des Guten.» It’s a thin line between Lob

Making of 1024

MORAL MIT HAUT UND HAAREN Nassim Nicholas Taleb, Autor des Bestsellers «Der schwarze Schwan», ist dem «Monat» seit längerem verbunden. Unsere treue Leserschaft wird sich an manchen Essay aus seiner Feder erinnern. Nun widmen wir seinen neuesten Versuchen, unternehmerisches Handeln zu fassen, einen eigenen kleinen Schwerpunkt. Sein Begriff, der den

Editorial

«Bevormundung» ist ein hartes Wort. Vor dem inneren Auge erscheint ein finster dreinblickender Mensch, der entscheidet, was für mich am besten ist. Niemand will solche Vormünder – und solche staatlicher Art noch weniger. Aber will darum niemand staatliche Bevormundung? – Die Antwort ist Nein. Längst bestimmen staatliche Autoritäten, wie wir uns zu

Making of 1023

Making of 1023

Die freie Rede im Visier Wir heissen Florian und Nora, Michael und René, seit dem 7. Januar 2015 aber sind wir alle auch ein bisschen Charlie – oder lieber doch nicht? Unzählige Fragen beschäftigen uns, als Bürger wie als Publizisten, als Europäer wie als Freiheitsfreunde; Antworten haben wir kaum gefunden, nur

Editorial

Es ist ein Format, das viele Freunde hat und auch ein paar erbitterte Gegner: das Interview. Unsere Jahresendausgabe enthält traditionellerweise eine Menge Gespräche, die zweifellos viel Gesprächs- und Zündstoff bieten. Damit dokumentieren wir: Wir sitzen nicht immer nur vor unseren Bildschirmen und korrespondieren auf anonymen Wegen mit unseren Autoren, sondern

Making of 1022

Making of 1022

Alle gewinnen im Sozialstaat Die soziale Wohlfahrt beansprucht einen immer grösseren Teil der zuverlässig wachsenden Bundesausgaben – 33 Prozent von knapp 64 Milliarden Franken. Zielführender als bewährte Rhetorik gegen den Anstieg (oder für die Verteidigung des Status quo) ist ein nüchterner Blick auf die Anreize, die das Sozialwesen aufblähen. Was wird

Editorial

Während ich diese Zeilen schreibe, gönne ich mir einen Saperavi von Kakha Berishvili, einem Anarchisten-Winzer, der Laisserfaire-Weine von höchster Güte produziert (sein Motto: «Ich lasse die Natur für mich arbeiten»).  Der Rotwein ist bloss eine Reminiszenz an das Land, das die «Monat»-Redaktion in seinen Bann zog: Georgien.

Neue Partei

«Konservative, Sozialdemokraten, Liberale – alle sind Vertreter des real existierenden Sozialdemokratismus.» Diesen Satz muss man erst mal auf sich wirken lassen. Damit lässt sich die Gehässigkeit vieler aktueller politischer Debatten erklären – in ihnen spielt der «Narzissmus der kleinen Differenzen», der frei nach Sigmund Freud ja bloss die tieferen Gemeinsamkeiten verdecken soll.

Making of 1020

Die Fünf-Phasen-Strategie des IS Mit Bildern von Massakern und Exekutionen bahnt sich der «Islamische Staat» (IS) den Weg in die Köpfe von Menschen auf der ganzen Welt. Auch unseren Kolumnisten und Autor Wolfgang Sofsky beschäftigte die Schreckensherrschaft des IS intensiv. Sein Verstand blieb ungetrübt. Mit gewohnter Nüchternheit und

Debatte ohne Ende

Zuwanderung, Bilateralismus, Neutralität: es sind grosse Worte, an denen wir uns am kommenden 17. September abarbeiten werden. Ihnen allen liegt eine noch grössere Frage zugrunde – jene nach dem Selbstverständnis der Schweiz. Wir wollen die Verständigung vorantreiben, die Selbstbilder aufeinandertreffen lassen, und zwar in einer Debatte coram publico mit den Autoren