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# Leiter
- URL: https://www.schweizermonat.ch/leiter/
- Published: 2018-03-01T09:45:00.000Z
- Updated: 2019-02-26T14:07:45.000Z
- Description: Von Menschen, die sich in Nachtzügen kennenlernen und von Schaffnern in wohlsitzenden Uniformen bedient werden. Mittendrin: ein Abteilleiter, der nicht nur aus dem Zug, sondern gleich aus der Zeit fällt.
- Author: Jens Nielsen
- Tags: Kultur, Kurzgeschichte, Ausgabe: Ausgabe 1054 - März 2018, #wp, #wp-post, #Import 2026-05-13 11:35

Von Menschen, die sich in Nachtzügen kennenlernen und von Schaffnern in wohlsitzenden Uniformen bedient werden. Mittendrin: ein Abteilleiter, der nicht nur aus dem Zug, sondern gleich aus der Zeit fällt.  

Ja ich bin es  
Ich leite ein Abteil  
Ich trüge hier Verantwortung  
So sagte man als ich die Arbeit nahm  
Wenn ich es korrekt erinnere  
Keine umfassende Verantwortung  
Doch an diese hielt ich mich  
Und seitdem bin ich hier  
Ich herrsche über  
Also herrschen  
Es ist meine erste leitende Stellung  
Das ja  
Und ich staunte ob der Grösse des Abteils  
Das ist alles mein Gebiet  
So dachte ich am Anfang stolz  
Denke es noch immer ab und zu  
Die vier Betten  
Je zwei übereinander  
Der Zwischenraum  
Wo ich beim Fenster auf dem Hocker sitze  
Neben mir die Tür zum Bad  
Vor mir die Tür zum Korridor  
Die mein Gebiet vom Rest des Waggons abtrennt  
Dort endet meine Kompetenz  
Deshalb öffne ich die Tür nur selten  
Nie mehr eigentlich seit  
Selbstverständlich lasse ich aber zu dass andere sie öffnen  
Meine Fahrgäste zuerst  
Denn ohne sie wäre die Arbeit die ich leiste sinnlos  
Ich bin für sie da  
Und sie für mich  
So darf ich zugeben  
Denn ihr Geruch ernährt mich  
Und ihre Erwartung  
Die sie an mich stellen können  
Geben mir Halt  
Während Gäste in den anderen Abteilen  
Geschweige denn in anderen Waggons  
Sie dürfen mich nicht kümmern  
Weder lasse ich mich ablenken  
Durch Vorgänge die ausserhalb  
Noch überschätze ich meine Arbeit im Abteil  
Sie besteht in der Bereitschaft  
Ich entscheide über keine Mittel  
Ich bestimme über keine Waren  
Kein Werkzeug oder Material  
Mir obliegt keine Kontrolle  
Noch gebe ich Anweisungen  
Nicht einmal der Schlüssel zum Abteil befindet sich bei mir  
Über den verfügt der Schaffner  
Mag sein das unterscheidet mich von anderen Angestellten  
Die verrichten zwar auch ihre Arbeit  
In einem weit verzweigten Netz von Abläufen  
Doch was sie brauchen für die Arbeit ist ihnen gegeben  
Mir jedoch ist nichts gegeben  
Was wiederum  
So muss ich sagen  
Angemessen ist  
Ich brauche nichts für meine Arbeit  
Ich trage eine Uniform  
Das ja  
Sonst aber habe ich keine Mitgift von den Bahnbetrieben  
Auch keinen eigenen Besitz  
Das wieder teile ich mit anderen Angestellten  
Das Büro in dem sie arbeiten  
Die Möbel dort  
In der Fabrik Maschinen  
Die sie herstellen oder bedienen  
Sie gehören ihnen nicht  
Manche Angestellten haben aber etwas Eigenes  
Eine bemalte Tasse  
Eine Unterlage  
Fotos oder Souvenirs  
Die sie von zu Hause mitbringen  
Um ihren Arbeitsplatz persönlicher zu machen  
Vielleicht auch um dem Ungleichgewicht der Besitzverhältnisse zu wehren  
Gegenstände die sie zudem  
Schätze ich  
Daran erinnern  
Für wen sie ihre Arbeit leisten  
Und wohin zurück sie kehren  
Wenn der Feierabend unerbittlich kommt

All das kann ich von mir nicht sagen  
Von zu Hause etwas mitzubringen  
Ich bin noch nicht dazugekommen  
Ich war nicht mehr zu Hause seit  
Wann hätte ich denn sollen  
Der Zug ist auf der Fahrt  
Und während Aufenthalten an den Endstationen  
Nein  
Da fehlt die Zeit  
Zudem hält der Zug nicht wo ich wohne  
Wenn er aber halten würde dort  
Nein ich kann es sagen  
Meine Sehnsucht nach zu Hause ist erloschen  
Ich wüsste kaum mehr wo es war  
Das Abteil ist mein Zuhause  
Von zu Hause etwas mitzubringen wäre eine Handlung  
ohne Folgen  
Und dass ich dennoch nichts besitze hier  
Es stört mich nicht  
Im Gegenteil  
Es macht mich unbeschwert  
Ich könnte jederzeit  
Ich bräuchte nicht einmal zu packen  
Ich bin ungebunden  
Ich bin angestellt  
Das ja  
Es ist natürlich  
Ich gehöre dadurch nicht der Bahn  
Das Abteil gehört dadurch nicht mir  
Ich leite es nur  
Ich leite die welche im Abteil übernachten an  
Sehen Sie so schläft man hier  
Das sagte ich am Anfang meiner Dienstzeit  
Als ich noch begeistert war und jung  
Und zeigte eine Möglichkeit  
Wie man sich in die Kajüte legen kann  
Hier zum Beispiel mit dem Kopf  
Oder gerade umgekehrt  
Die Füsse hier  
Der Kopf am anderen Ende  
Also zeigen  
Ich zeigte es mit Handzeichen  
Von meinem Hocker aus  
Auf dem ich zuverlässig sass vom ersten Tag an  
Es genügten ein paar Gesten  
Die ich allerdings beherrschte  
Oder ich bedeutete den Pärchen wie man beieinanderliegt  
Wenn sie nicht getrennt sein mochten in der Nacht  
Anderseits muss ich auch sagen  
Niemand brauchte das  
Die Menschen wissen wie man schläft  
Es schläft sich hier nicht anders als zu Hause  
Einige behaupten es sei enger  
Ich kann das nicht bestätigen  
Jedenfalls die meisten Gäste finden sich zurecht  
Alle Abweichung von der Gewohnheit  
Sie wird für eine Nacht in Kauf genommen  
So habe ich lange aufgehört mit Handzeichen  
Ich sitze auf dem Hocker  
Ich bin dienstbereit wenn Gäste eintreffen am Abfahrtsort  
Und bleibe es während der Fahrt

![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2018/03/45_leiter2.jpg)

Manchmal spüre ich ich bin im Weg  
Gerade wenn die Gäste das Abteil betreten  
Sich ein wenig wohnlich machen wollen  
Dann muss hie und da ein Schritt  
Muss manche Handreichung um mich herumgemacht werden  
Will jemand aus den oberen Betten nachts ins Bad  
Werde ich ab und zu von einem Fuss am Kopf getroffen  
Oder man fällt mir in den Schoss in einer Kurve  
Auch störe ich vielleicht am Morgen  
Wenn sich alle vorbereiten für die Ankunft  
Und sich frisch machen  
Für jene die sie abholen am Bahnsteig  
Während ich an ihrer Weise  
Wie sie ihre Vorbereitung treffen manchmal sehe  
Wer nur abgeholt zu werden hofft  
Wer ganz darauf vertraut  
Und wer sich fürchtet  
Wenn solcherlei  
Sagen wir Platzbeschränkung herrscht  
Versuche ich mich klein zu machen  
Obwohl das nicht mehr geht  
Wobei ich froh bin  
Wenn man dennoch meinen Willen dazu anerkennt  
Wenn aber die Gäste ruhig in ihren Betten liegen  
Miteinander plaudern oder lesen  
Oder schlafen  
Ist das Platzverhältnis angenehm  
Dann erfüllt sich meine Arbeit  
So wie sie mir aufgetragen wurde  
Wenn ich es korrekt erinnere  
Meine Arbeit ist die Dienstbereitschaft  
Falls jemand etwas fragen möchte oder braucht  
Bin ich zur Stelle wie erwähnt  
Ja  
Ich meine schon gehört zu haben  
Meine Dienstbereitschaft sei ein Vorbild  
Für die vielen Angestellten bei der Bahn  
Und in den Korridoren der Waggons würde ich mit Lob erwähnt

Nun wurde ich schon lange nichts gefragt  
Noch nie um einen Dienst gebeten  
Ich gebe zu das wundert mich  
Dann aber sage ich mir  
Das zeigt wie reibungslos unser Betrieb läuft  
Es gibt offenbar nichts  
Was den Fahrgästen noch unklar wäre oder fehlte  
Keine unbeantworteten Fragen  
Keine Wünsche die nicht schon erfüllt  
Einmal  
In meinem ersten Dienstjahr  
Fragte mich ein kleiner Junge  
Der mit seiner Mutter reiste  
Ist im Badezimmer auch ein Mann  
Ich wusste es leider nicht  
Weil ich das Bad noch nicht betreten hatte  
Ich vermeide es aus Diskretion bis heute  
Da ging der Junge selbst nachschauen  
Vorsichtig  
Und sagte Nein  
So lernte ich auch etwas dazu  
Ich will nicht sagen dass sich meine Dienstbereitschaft  
Die eben nur in der Bereitschaft liegt  
Verringert habe mit der Zeit  
Im Gegenteil  
Meine Erfahrung hat sie noch erhöht  
Das glaube ich

Wie viele Jahre fahre ich schon hin und her  
Von Ost nach West  
Von Süden in den Norden durch die Dunkelheit  
Ich weiss es nicht  
Jedoch erinnere ich mich an Jahreswechsel  
An manche Fahrt durch die Silvesternacht  
Mit wildem Feiern um mich her  
Papierschlangen im Gesicht  
Menschen die im Zwischenraum des Abteils ausgelassen tanzten  
Auf den Betten fläzten  
Und mit weiteren Fahrgästen im Korridor vor unserer Tür  
Die  
Ergötzt von Alkohol und Reisetaumel  
Dem Treiben im Abteil zuschauten  
Oder unbeholfen schubsten  
Im Versuch auch noch hereinzukommen  
Mit spritzenden Champagnerflaschen  
Bierdosen  
Die man freudequietschend über meinem Kopf ausleerte  
Mit Händen überall auf meinem Körper  
Flüsterhauch an meinen Ohren  
Geöffneten Kleidern  
Ohnmächtigem Lallen  
Und viel dürftigem Gesang  
Jedoch kann ich sagen  
Meine Dienstbereitschaft hielt ich auch in diesen Nächten hoch  
Ich sass und sass  
Und sitze immer noch  
Mein Oberkörper hat sich dadurch mit den Jahren eingekürzt  
Wenn Erwachsene im Abteil stehen  
Habe ich ihren Schritt vor Augen  
Ich sitze mit dem Hinterkopf zum unteren Rand des Fensters  
Mein Namensschild hängt am Jackett der Uniform  
Unter dem verblassten Schriftzug meiner Bahnbetriebe steht  
Man kann es leider nicht mehr lesen  
Ich habe mir schon vorgenommen einem Schaffner zu bedeuten  
Ob er um Ersatz nachfragen möchte bei der Bahn  
Damit wie früher meine Fahrgäste ersehen könnten  
Wer für sie zu Diensten

Was nun meine Kurzweil angeht zwischen den Silvestern  
Ich höre bei Gesprächen zu  
Ich bin nicht taub  
Auch heute Abend ist man überrascht  
Ich möchte sagen angenehm  
Man flüstert miteinander  
Dass wirklich jemand von der Bahn im Abteil sitze  
Dass an der Legende mehr als nur ein Körnchen Wahrheit  
Dass aber eigentlich kein Platz für einen Fünften sei  
Kein Platz  
Das amüsiert mich immer  
Sie wollen sagen es ist selbstverständlich Platz  
Sonst wäre ich ja nicht hier  
Jedoch der kleine Platz den ich benötige  
Auch wenn ich mich wie immer kaum bewege  
Bedeutet  
Zugegeben  
Eine um den Platz geringere Bewegungsfreiheit für die Gäste  
Es heisst in keinem der Abteile sitze sonst ein Leiter  
Ich bezweifle das  
Doch so wird es berichtet  
Die Schaffner wundern sich genauso über meine Gegenwart  
Wenn sie ihre Stelle antreten  
Das ist immerhin ein Hinweis  
Dass an dem Gerücht etwas  
Ist anderseits Verlass auf sie  
Das frage ich mich  
Ich sah viele Schaffner ihre Arbeit anfangen und aufgeben  
Sie bedienen die Abteile im Waggon  
Auch mein Abteil  
Es ist natürlich  
Ich mache ihre Arbeit nicht  
Sie haben ihre Vorgaben  
Ich habe meine  
Aber was für Schaffner oder Schaffnerinnen eintraten  
In den Jahren meiner Dienstzeit  
Um die Fahrscheine zu kontrollieren  
Um die Betten herzurichten  
Oder etwas zu servieren was ein Gast bestellt  
Sie meiden alle meinen Blick  
Der noch immer scharf sein mag  
Ich weiss es nicht  
Ich sehe nur sie weichen meinen Augen aus  
Mit denen ich wiederum sie beobachte  
Jeder Handlung die sie machen folge ich  
Ich fühle mich verpflichtet  
Jedem Zupfen eines schon zurechtgezupften Leintuchsaumes mit den Fingerspitzen vor der Ankunft neuer Gäste  
Jedem Wischen mit dem Lappen über Oberflächen  
Jedem Überreichen einer Tasse Tee an einen Fahrgast  
Ich beachte es  
Und wie erwähnt  
Die Schaffnerstelle im Waggon wird öfters neu besetzt  
Dennoch kann ich nicht behaupten  
Dass ich glaube diese Unbeständigkeit habe etwas mit mir

![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2018/03/49_leiter3.jpg)

Nun habe ich mich die letzten Jahre kaum bewegt  
Ich habe manchmal Käfer im Gesicht  
Sie huschen um den Mund  
Der offensteht das gebe ich zu  
Eine Spinne webt ein Netz in meiner Achselhöhle  
Silberfische zeigen sich am Kragen meiner Uniform  
Oder eine Assel sucht sich einen Weg auf mir  
Und alle Tierchen jedenfalls mit einer Emsigkeit  
Die mich bestätigt  
Nämlich bin ich gerne überzeugt  
Meine Ruhe fördere erst ihre Lust auf permanenten Umtrieb  
Meine Haare übrigens  
Das darf ich sagen  
Sind an Stellen vielleicht ausgefallen  
Aber nicht verfilzt  
Wenn auch nicht mehr frisch gekämmt  
Die eine Schaffnerin die das von Zeit zu Zeit  
Sie hat die Bahnbetriebe lange schon  
Jaja

Meine Fahrgäste sehen es auch  
Dass manchmal etwas an mir krabbelt  
Sie schauen hin  
Oder sie schauen weg  
Die meisten werden nicht beunruhigt  
Dafür bin ich dankbar  
Gleichzeitig finde ich es normal  
Denn etwas Ruhiges geht natürlich von mir aus  
Ich bin zu ihrem Vorteil hier  
Wenn ich auch bedenken muss  
Meine immer schon begrenzten Aufgaben  
Sie sind seit Langem noch begrenzter  
Ich bin der Abteilleiter  
Aber wenn man es genau betrachtet  
Und ich habe Zeit für die genaueste  
Kann man sich schon fragen

Indessen meine ich gehört zu haben  
Entschuldigung  
Ich wiederhole mich  
Mag sein das ist ein Zeichen meines Dienstalters  
Und doch bin ich erstaunt ich muss es einmal sagen  
Es soll eine Warteliste geben bei der Bahn  
Man weiss von dem Abteil  
In dem einer sitze  
Bewegungslos in aller Regel  
Ungewöhnlich vielleicht in der Tat  
Was weiss ich denn  
Es scheint jedoch bei Reisenden beliebt zu sein  
In meinem Abteil eine Nacht verbracht zu haben  
So ist auch in ruhigen Reisezeiten  
In der Zwischensaison  
Oder eben an den Feiertagen mein Abteil immer besetzt  
Abteile auch die links und rechts  
Das höre ich durch die Wände  
Denn schon in meiner Nähe eine Fahrt gemacht zu haben  
Stellt für viele Reisende  
So scheint es  
Einen Wert dar

Manchmal höre ich Gespräche mit die mich betreffen  
Und ich kann sagen wie erwähnt  
Neben vielem Spott  
Den ich ertrage  
Höre ich auch Gutes über meine Gegenwart  
Es besteht tatsächlich ein Verlangen hier zu sein  
Denn immer wieder  
Nicht nur am Jahresende  
Suchen in der Nacht die Gäste anderer Abteile einen Blick zu uns hineinzuwerfen  
Ich lasse das geschehen  
Vorausgesetzt es ist in Ordnung für die Gäste die bei mir  
Für die ich mich  
Wie schon gesagt  
Als Einziger zuständig fühle  
Der Schaffner klopft jeweils an unsere Tür  
Jede Viertelstunde klopft er in gewissen Nächten  
Sagt er sei der Schaffner  
Öffnet dann die Tür mit seinem Schlüssel  
Ohne Warten bis von innen jemand sagt Herein  
Was ich mir vornehme dereinst zu beanstanden  
Er sagt den fremden Fahrgästen  
Nur eine Minute  
Oder Pst  
Lässt sie eintreten  
Lässt sie mich ansehen  
Nicht wenige halten meinen Blick für einige Sekunden  
Während sie sich krampfhaft an den Händen halten  
Der Schaffner lässt sie mich auch anfassen  
Ich glaube dafür nimmt er Geld  
Dann weist er alle wieder auf den Korridor hinaus  
Schliesst hinter sich die Tür  
Ich höre ihr Geflüster auf dem Gang  
Gekicher  
Schluchzen auch  
Am Morgen bringt der Schaffner Frühstück ins Abteil  
Die Fahrgäste bereiten sich zum Ausstieg vor  
Dann kommt der Zug an seinem Ziel an  
Bahnhofsgeräusche dringen zu mir durch  
Oft klopft es draussen an die Fensterscheibe hinter mir  
Und manchmal kommt es mir so vor  
Natürlich eine Illusion  
Als steige niemand aus  
Und niemand ein  
Als führen wir am Abend unverändert wieder heim  
Also zurück  
Oder  
Noch seltsamer  
Als hätte sich der Zug  
Trotz allen klaren Zeichen die dagegensprechen  
Seit Langem nicht bewegt  
Und stünde abgestellt in einer Halle

**Illustration: Eva Rust**