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# Die Währungsgeschichte und das Euro-Experiment im Spiegel des «Schweizer Monats»
- URL: https://www.schweizermonat.ch/die-waehrungsgeschichte-und-das-euro-experiment-im-spiegel-des-schweizer-monats/
- Published: 2022-11-01T04:59:18.000Z
- Updated: 2022-11-01T08:00:47.000Z
- Author: Peter Kuster
- Tags: Schwerpunkt, Schwerpunkt: «Zentralbanken am Scheideweg», Ausgabe: Ausgabe 1101 – November 2022, #wp, #wp-post, #Import 2026-05-13 11:33

![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/18_willy-linder-2595053_highres.jpg)

**Willy Linder, ehemaliger Leiter des Wirtschaftsressorts der NZZ** 
September 1990 

«Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Befürchtung, die EG könnte sich über die ‹Eurofed› zu einer *Inflationsgemeinschaft* ­wandeln, mehr und mehr zu vernehmen ist.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/18_juerg-niehans.jpg)Jürg Niehans, Professor für Nationalökonomie der Universität Bern** 
März 1985

«Die Gegenwarts­aufgabe besteht darin, das reine Papiergeld durch die Beseitigung der Inflation so gut zu machen,wie früher das goldverankerte Papiergeld war – oder noch besser. Die Schweizerische Nationalbank hat auf diesem Wege schon einigen Erfolg gehabt, aber leider noch keinen vollen.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/18_arnold-koller.jpg)Arnold Koller, ehemaliger Bundesrat** 
September 1992 

«Der EWR ist nicht nur eine *notwendige Zwischenphase, er ist auch eine notwendige Lern- und Angewöhnungs­phase für ­unsere staatlichen Organe wie für die Bürger* im Hinblick auf einen spätern Beitritt.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/18_karl-otto-poehl.jpg)Karl Otto Pöhl, ehemaliger Präsident der Deutschen Bundesbank** 
September 1976 

«Die Kontrolle der Liquiditätsschöpfung ist wohl die entscheidende Voraussetzung für ein funktionierendes Währungssystem der Zukunft. Oder mit anderen Worten: Ein Währungs-system, das sich zur Inflations­maschine entwickelt, bedeutet schliesslich den Tod einer freien Weltwirtschafts- und -währungsordnung.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/18_tito-tettamanti.jpg)Tito Tettamanti, Rechtsanwalt, Unternehmer, Politiker und Financier** 
Februar 1997 

«Mit der Währungsunion werden auch die Voraussetzungen für eine zukünftige Fiskalunion geschaffen. ­Damit ist der Verdacht, dass wir auf ein zentralis­tisches Europa ohne Vielfalt und ohne Wettbewerb der Systeme zusteuern, nicht von der Hand zu weisen.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/18_alois-riklin.jpg)Alois Riklin, Professor für Politikwissenschaften der HSG** 
Dezember 1988 

«Es gibt kein Gesetz des unaufhaltsamen Aufstiegs der EG zur Supermacht. Stagnation, Desintegration und räumliche Schrumpfung sind nicht auszuschliessen.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/19_kurt-schiltknecht.jpg)Kurt Schiltknecht, ehemaliger Chefökonom der SNB** 
Dezember 2010

«Entgegen den idealistischen Vorstellungen der Euro­anhänger verläuft die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum trotz einheitlicher Geldpolitik nicht harmonisch. Im Gegenteil, die Länder driften langsam auseinander.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/19_jordan.jpg)Thomas Jordan, Präsident der Schweizerischen Nationalbank** 
September/Oktober 2007

«Bekannt ist der berühmte und oft verwendete Satz von Milton Friedman: *‹Inflation is always and everywhere a monetary phenomenon.›* Wenn man jedoch die historischen Inflationsepisoden betrachtet, ist man versucht zu sagen: *‹Inflation is always and everywhere a fiscal phenomenon.›*»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/19_joachim-starbatty.jpg)Joachim Starbatty, Professor für ­Volkswirtschaftslehre an der ­Universität Tübingen und «Euro-Kläger»** 
Juni 2010

«Jetzt verwandelt sich eine als Stabilitätsgemeinschaft ausgelobte und angepriesene Währungsunion in eine Haftungs- und Schuldengemeinschaft mit all den damit verbundenen inflatorischen Gefahren. Das ist die ökonomische und soziale Konsequenz des Primats der Politik.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/19_philipp-bagus.jpg)Philipp Bagus, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Rey Juan Carlos in Madrid** 
Januar/Februar 2010

«Die Staaten versuchen weiterhin, ihre Defizite zu erhöhen und die Kosten zu externalisieren. Sie ­geben den Anreizen nach und nehmen am Aus­gabenwettlauf teil, was letztlich zu einer Hyper­inflation führt. Das ist wohl die wahrscheinlichste, da kurzfristig am wenigsten schmerzhafte Variante. Sie dürfte aber längerfristig im ­Zusammenbruch des ­Euros enden.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/19_karen-horn.jpg)Karen Horn, Ökonomin und Publizistin** 
Dezember 2010

«Durch die Erosion des Stabilitätspakts haben die Mitglieder der Währungsunion fast einen Totalschaden an ihrem währungspolitischen Turmbau zu Babel, dem Euro, verursacht.»

**![](https://www.schweizermonat.ch/content/images/schweizermonat-ch/wp-content/uploads/2022/11/19_konrad-hummler-bild-buehler-group.jpg)Konrad Hummler, Unternehmer, Publizist und langjähriger Bankier** 
Dezember 2010

«Man will den Euro und die EU in der vorliegenden Form um jeden Preis ­retten und den Schaden des breit­angelegten und fortgesetzten Missbrauchs begrenzen. Die EU verkommt zu einer Transferunion mit Geber- und Nehmernationen.»