Schweizer Monat
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Von Michael Wiederstein
«Demokratie ist die Wahl durch die beschränkte Mehrheit statt der Ernennung durch die bestechliche Minderheit.»  George Bernard Shaw
Kaum eine Wahl wird heute noch durchgeführt, ohne dass daraufhin öffentlich spekuliert wird, ob der Souverän «gut» entschieden hat, und falls nicht, wer für dieses Ungeschick verantwortlich ist. Mal sind es dann finanziell potente Volkstribune, die die Bürger mit Desinformationskampa­gnen dazu gebracht... » Mehr
Von Redaktion
«Der Wählerwille» – ein Mythos
Die gängige Theorie der Demokratie sagt: Wenn die Bürger an die Urne gehen, wählen sie, wie es ihren Werten entspricht und ihren Interessen nützen könnte. Wer regiert und welche Gesetze erlassen werden, stellt so einen Kompromiss zwischen allen Weltanschauungen und Interessen dar. Der Philosoph und Politikwissenschafter Jason Brennan stellt diese Theorie radikal in Frage. Indem sie die einzelne Stimme bedeutungslos... » Mehr
Mit und nach 1968 wurden neue Wertvorstellungen von der Gemeinschaft leichtfertig auf die Gesellschaft übertragen. Doch was im Kleinen funktionierte, hatte im Grossen nicht nur positive Folgen.
Von Baschi Dürr

Globus-Demonstration 1968. Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Comet Photo AG (Zürich) / Com_L17-0338-0007-0010 / CC BY-SA 4.0.

Am Anfang stand der liberale Ruf nach Freiheit. Ob die Erstürmung der Tuilerien in Paris 1792 oder die Besetzung der Tramgeleise in Basel 1969 (ja, in Basel leicht verspätet…): jede Revolution beginnt mit einem Aufstand gegen einen Miss­stand. Auch wenn diese prominenten Ereignisse meist nur Kristallisations­punkte länger dauernder Entwicklungen darstellen, zeigen die Erinnerungen daran, dass sich die damit manifestierten Revolutionen durch eine gewisse...
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Gemässigte Studenten haben Ende der 1960er Jahre den «revolutionären» die Stirn geboten. Was trieb sie an, was ist aus ihnen geworden? Eine Recherche zum «Studenten-Ring».
Von Ronnie Grob

In den Ring: gemässigte Studenten bieten den Revolutionären die Stirn. Bild: Freistilringen im Zürcher Hallenstadion 1968, ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / photographiert von Hans Krebs / Com_L17-0690-0002-0001 / CC BY-SA 4.0.

Der Frühling von 1968: «Braucht die Schweiz einen Rudi Dutschke?», fragt Toni Lienhard in der «Tat» am 20. April. In der Mai-Ausgabe des «Zürcher Studenten», dessen verantwortlicher Redaktor für Politik im offiziellen Organ der Studentenschaften damals Georg Kohler war (heute: emeritierter Professor für poli­tische Philosophie), schreibt Jürgen Habermas den Text «Die politische Rolle der Studenten». In Paris besetzten...
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Anfangszeiten des Studenten-Rings. Ein Mitgründer blickt zurück.
Von Stephan Schmidheiny
Als ich eines Morgens die Uni durch den Haupteingang betrat – ich war wohl im 2. Semester als Jus-Student –, da sah ich an einer Mitteilungswand mein Konterfrei auf einem Plakat mit dem Attribut «Kapitalistenschwein». Für einen geistig offenen und gut meinenden Jungen wie mich war es eine erschütternde Erfahrung: ich war durch meine Herkunft stigmatisiert. Wenig später fand ich mich, ohne eine Ahnung zu haben von universitären Institutionen oder von... » Mehr
Eine Revolution innerhalb der Revolution: Die Rolle der weiblichen Achtundsechziger ist bemerkenswert, fand bisher aber kaum öffentliche Beachtung. Drei Zeitzeuginnen berichten.
Von Alicia Romero, Laura Clavadetscher

Ab 1968 bringen die Frauen den Ball ins Rollen. Hier im wahrsten Sinne des Wortes: Madeleine Boll (rechts) im Länderspiel Schweiz gegen England, 19.4.1975. Bild: INTERFOTO / Leimer.

«Ich konnte das Gejammer dieser linken ‹Herrgöttli› nicht mehr hören», meint Heidi Witzig, ehemaliges Mitglied der Frauenbefreiungsbewegung (FBB) bei einem Tee im «Commercio». «Darum bin ich zu den Vollversammlungen der Linken an der Universität gar nicht erst hingegangen, nur noch an die Frauen­sachen.» Die 1944 in Frauenfeld geborene, spätere Historikerin Witzig beschäftigte sich 1968 mit ihrer Dissertation in...
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Das Jahr und die gleichnamige Bewegung haben die unterschiedlichsten Lebensläufe hervorgebracht – das zeigen Interviews mit über hundert Personen, die einen direkten Bezug zu 1968 haben.
Von Ueli Mäder
1968 hat eine Vorgeschichte. Zwar häuften sich in diesem Jahr politische Proteste und alternative kulturelle Manifestationen markant – selbstverständlich hatte es sie aber auch schon vorher gegeben. Als der Bundesrat 1957 die Armee atomar bewaffnen wollte, löste dieser Entscheid Empörung aus und beförderte die Friedensbewegung. 1964 veröffentlichte Peter Bichsel seine Geschichte von Frau Blum, die den Milchmann kennenlernen wollte – eine eigenwillige... » Mehr
Res Publica
Von Nadine Jürgensen
Es gibt in der Schweiz einige Parteien, die vorgeben, sie seien liberal. Dass keine von ihnen offenbar damit meint, die Bürger vor einem übergriffigen Staat schützen zu wollen, zeigte sich jüngst, als sämtliche «liberalen» Parteien ein Gesetz zur Überwachung von Versicherten1 mit Bild, Ton und Peilsendern verabschiedeten. Von den Grünliberalen bis zur SVP: alle waren dafür, dass ein Trupp von Sozialdetektiven mehr Kompetenzen als die Polizei... » Mehr
Freie Sicht
Von Christian P. Hoffmann
Von wegen: Good Morning, America! Jeden Morgen werfen US-Bürger einen angstvollen Blick auf das Smartphone, um zu erfahren, welch wirren Unsinn ihr Regierungschef nun wieder auf Twitter ausgespuckt hat, während er, in einen Bademantel gehüllt und von Cheeseburger-Packungen umgeben, vor fünf TV-Bildschirmen im Bett sitzt. Nervenaufreibend. Peinlich. Nun könnte man frohlocken: Zum Glück hat die Eidgenossenschaft eine so stabile Regierung! Zu Recht? Mindestens... » Mehr
Von Niko Stoifberg, Christina Baeriswyl
Doch, doch, man trägt sie etwas grösser diese Saison....
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6

Zahl des Monats
Von Alexander Fink
6 Tage gab der Bischof von Lausanne in seinem Urteil vom Mai 1479 den Engerlingen zum Rückzug von den Äckern, Feldern, Weiden und Bäumen um Bern. Die Gemeinde Bern hatte die Insekten verklagt. Nachdem sich die Plagegeister nicht an die kirchengerichtliche Entscheidung gehalten hatten, belegte der Bischof sie mit dem Kirchenbann, verfluchte sie und verbannte sie von allen Feldern.
Tierprozesse waren im Europa des Mittelalters nicht unüblich, insbesondere in Frankreich und der... » Mehr
Eine Erinnerung an CVP, SVP und andere: Werte können nicht per Gesetz verordnet werden. Der Rechtsstaat ist kein Moralstaat.
Von Lorenz Engi
Vor einigen Monaten drangen Teile eines CVP-Strategiepapiers an die Öffentlichkeit. Es verlangt gemäss der «Sonntagszeitung», dass sich Zuzüger nicht nur auf das Schweizer Recht, sondern bis zu einem gewissen Grad auch auf hiesige Lebensweisen verpflichten. Über Integrationsvereinbarungen soll die «Respektierung unserer Werte» sichergestellt werden. Auch über einen Religionsartikel denkt die CVP gemäss dem Pressebericht nach. Dabei soll es um... » Mehr
In der Politik dienen moralische Argumente mitunter dazu, die Bedienung von Partikularinteressen zu kaschieren. Wie das geht, zeigt sich beim Geldspielgesetz.
Von Lukas Leuzinger
Baptisten und Alkoholschwarzhändler haben eigentlich wenig gemeinsam. Und doch können sie manchmal nützliche Partner sein, wie der Ökonom Bruce Yandle feststellte. Seite an Seite kämpften sie in vielen US-Bundesstaaten für ein Verkaufsverbot für Alkohol an Sonntagen. Für die Baptisten ging es um moralische Prinzipien: Am Tag des Herrn dürfe kein Alkohol verkauft werden. Die Schwarzhändler unterstützten das Verkaufsverbot aus einem anderen... » Mehr
Alain Naegeli, Aldo Naegeli AG, Ermatingen
Von Ronnie Grob

Illustration: Matthias Wyler / Studio Sirup.

Im Bummelzug Thurbo von Schaffhausen nach Ermatingen erzählt ein Bub einen Witz von Kliby und Caroline. Oh ja, ich bin im Thurgau, am Unterseeufer des Bodensees, und besuche eine von zwei verbliebenen Strickereien in der Schweiz. Während die 1892 von Adolf Naegeli gegründeten Berlinger Werke der Firma in den 1970er Jahren über 400 Mitarbeiter beschäftigten, sind es heute noch fünf Personen, die an der Hauptstrasse in Ermatingen Fäden zu Stoff stricken, weitere...
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Wortwechsel
Von Karen Horn
«La France a encore une fois été frappée par un acte lâche et sanglant.» – EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am 23. März 2018 nach dem Terroranschlag von Trèbes.
Es gibt Adjektive, die wie Parasiten an bestimmten Hauptwörtern festgewachsen scheinen. «Feige» ist so eines. Ein feiger Mord, ein feiges Attentat – als wären ein Mord oder ein Attentat an sich nicht grauenvoll genug, soll das kleine... » Mehr
Die Eitelkeit ist eine wichtige Triebfeder für den Eifer von Wissenschaftern und Künstlern. Das beweisen die Publikations­geschichten von Darwins Evolutionslehre und von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie.
Von Ian McEwan
1. Im Juni 1858 war Charles Darwin auf seinem Landsitz in Down (Kent), als ihn ein Paket von der Molukken-Insel Ternate in Niederländisch-Indien erreichte. Die Handschrift dürfte er als die von Alfred Wallace erkannt haben, mit dem er in schriftlichem Kontakt stand und von dem er sich einige Proben erhofft hatte. Stattdessen fand Darwin, begleitet von einem Brief, einen kurzen Essay. Es war ein Text, der sein Leben verändern sollte.
Wallaces zwanzig Seiten enthielten alle...
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Szenen einer schwierigen Ehe
Von Redaktion
«Viele Bürgerinnen und Bürger westlicher Staaten haben sich an das Leben in liberalen Demokratien gewöhnt, als sei dies der Naturzustand. Wer sich ob dieser Illusion abends beruhigt ins Bett legt, droht schon am nächsten Morgen in einer Diktatur aufzuwachen. Zeit für einen kritischen Weckruf!»
Hans-Dieter Vontobel Präsident Vontobel-Stiftung

Die liberale Demokratie gilt gemeinhin als ein Garant für Freiheit. Unsere noch vergleichsweise junge... » Mehr
Die Demokratie wird im allgemeinen als die einzige auf Dauer zuverlässige politische Sicherung individueller Freiheit angesehen. In der Geschichte des politischen Denkens begriff man das Verhältnis meist aber erheblich kritischer. Eine Einführung.
Von Herfried Münkler

Herfried Münkler, photographiert von Gerhard Leber / imago.

Die individuelle Freiheit, die von der Freiheit eines politischen Verbands gegenüber anderen politischen Gemeinschaften zu unterscheiden ist, hat man im 18. und 19. Jahrhundert in einer konstitutionellen Monarchie besser geschützt gesehen als in einer Demokratie, wo viele politische Theoretiker die Freiheit des Einzelnen der Willkür des Volkswillens ausgeliefert glaubten. Einen Monarchen auf Vernünftigkeit festzulegen, hielt man für sehr viel leichter möglich, zumal...
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Seit Thomas Hobbes gilt weitgehend unhinterfragt: Damit menschliches Zusammenleben nicht in einen Krieg aller gegen alle umschlägt, geht es nicht ohne eine zentrale Instanz mit Gewaltmonopol. Auch Volksherrschaft ist Herrschaft. Lassen sich gemeinsame Regeln nicht auch ohne durchsetzen?
Von Rolf W. Puster
1. Demokratie als Herrschaftsform
Wenn man über Demokratie – wie weithin üblich – als eine Herrschaftsform, nämlich als Herrschaft des Volkes, räsoniert, dann spinnt man eine Geschichte fort, deren erster Teil uns erzählt, weshalb es Herrschaft überhaupt geben muss. Dieser erste Teil gilt als wohlbekannt, und man widmet ihm deshalb nur noch selten kritische Aufmerksamkeit.
Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – wird die These, dass ein... » Mehr
Unbequeme Wahrheiten zu unserer Staats- und Regierungsform
Von Jason Brennan

Jason Brennan, photographiert von Stefanie Manns / Hohe Luft Magazin.

Das Vereinigte Königreich stimmte für den Austritt aus der EU, obwohl unter Ökonomen Konsens herrscht, dass dies das Einkommen der meisten Briten mindern wird. Die bizarr-populistische Fünf-Sterne-Bewegung gewann bei der letzten Wahl in Italien eine relative Stimmenmehrheit. Nationalistische, interventionistische Parteien kontrollieren Ungarn und Polen. In Deutschland holten die Karikatur einer Links- und die Karikatur einer Rechtspartei zusammen mehr Wählerstimmen als...
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Von Lukas Rühli, Laura Clavadetscher
Schon in allen Ecken der Welt wählten Stimmbürger Personen an die Macht, die sich dann anschickten, das Land zu entdemokratisieren. Meist ist aber umstritten, ob solche Entwicklungen vorherzusehen gewesen wären. Insofern ist es unklar, ob dieses Phänomen ein Armuts­zeugnis für die Demokratie rechtfertigt. Klarer sind die folgenden Fälle. Die Bewohner der ecuadorianischen Kleinstadt Picoazá wählten 1967 ein Fusspuder namens Pulvapies zum neuen... » Mehr
An Kritikern der liberalen Demokratie mangelt es nicht – sinnvolle oder gar gangbare Alternativen bleiben sie aber meist schuldig. Die Daten der grossen Freiheitsindizes erklären, warum.
Von Karen Horn
Die liberale Demokratie: im lockeren Sprachgebrauch scheint dieser Begriff mittlerweile für alles erdenklich Gute im politischen Leben zu stehen, um dessen Fortbestand freilich zu fürchten ist. Um zu ermessen, wie es tatsächlich um die liberale Demokratie steht, gilt es den Begriff zu schärfen. Hilfreich ist hier das Konzept der «Open Access Order» von Douglass North und Koautoren.1 Unter einer «Open Access Order» ist eine Rahmen­ordnung für... » Mehr
Wie der Föderalismus die Demokratie rettet.
Von Lukas Rühli
Seit einigen Jahren liest man viel Negatives im Zusammen­hang mit dem Thema Demokratie. Es werden Rückschritte bei der Demokratisierung vieler Staaten festgestellt, aber auch Zweifel an der Funktionstüchtigkeit der Demokratie per se geäussert. Diese Bedenken widersprechen sich mitunter im Kern: Wer das zurzeit weitverbreitete Sinken von Demokratiebarometern beklagt, impliziert, dass Demokratie wünschenswert sei. Wer dagegen die demokratische Wahl undemokratisch denkender... » Mehr
Das Verständnis der Demokratie als «Volksherrschaft» ist nicht nur weitverbreitet und falsch – es kann auch sehr gefährlich werden. Diese Feststellung war dem Philosophen Karl Popper so wichtig, dass er sie als Kern seines politischen Hauptwerks verstand.
Von Jack Nasher

Jack Nasher, zvg.

Als Karl Popper «Die offene Gesellschaft und ihre Feinde» schrieb, im Tumult des Zweiten Weltkrieges, hatte er buchstäblich das Gefühl, das «Testament der westlichen Zivilisation» zu verfassen. Der Krieg wurde gewonnen, doch sind die Gefahren nicht gebannt. Sie versiegen scheinbar nie, die politischen Visionen mit ihren Führern, die mit der Romantik des Stammeslebens spielen und Bürger mitreissen, die jubelnd ihre Individualität aufgeben. In...
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Die direktdemokratische Mitbestimmung in Form von Initiativen und Referenden ist bei den politischen Vertretern nicht beliebt. Sie verkompliziert die Lage und erinnert an das eigene Versagen als Repräsentant des Volkes.
Von Andreas Kley

Im September 1999 reichen Initianten die Volksinitiative «Strom ohne Atom» beim Bundeshaus West ein. Bild: Schweizerisches Sozialarchiv / F 5087-Fb-029.

Die niederländische Regierung möchte das Referendum, das erst im Sommer 2015 eingeführt wurde, wieder abschaffen. Es entspricht ihren Erwartungen nicht, denn die politischen Auswirkungen des Referendums waren weitaus grösser als gedacht: Es hatte das politische System der Niederlande geöffnet, die Macht der Regierungs- und der Parlamentsmehrheit in der Folge begrenzt und einen präventiven Effekt auf die niederländische Gesetzgebung ausgeübt. Deshalb sieht...
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Die föderale Schweiz eignet sich hervorragend, um experimentelle Pionierarbeit bei der Digitalisierung der Demokratie zu leisten. Warum sich das lohnt.
Von Abraham Bernstein, Fabrizio Gilardi

Abraham Bernstein und Fabrizio Gilardi, photographiert von Philipp Baer.

Viele unserer demokratischen Prozesse sind in einer Zeit entstanden, als Informationen noch via Postkutsche übermittelt wurden. Heute ist die Digitalisierung, die zuallererst dadurch charakterisiert ist, dass Informationen nun überall, schnell und günstig vermittel- und teilbar sind, zwar in aller Munde, doch die wenigsten haben eine konkrete Vorstellung von diesem Phänomen, geschweige denn von ihren möglichen Auswirkungen auf Wahlen, Abstimmungen und die...
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Die Digitalisierung ermöglicht neue Dimensionen an Überwachung und Desinformation. Sie kann damit zu einer Gefahr für die Demokratie werden.
Von Nick Monaco
Kürzlich wurde bekannt, dass sich Cambridge Analytica illegal Daten von über 50 Millionen Facebook-Nutzern über eine Drittanbieter-App beschafft hat. Sie wurden während der US-Präsidentschaftswahlen 2016 für psychographisches Microtargeting eingesetzt, mit dem Ziel, politische Botschaften – harmloser bis heimtückischer Natur – zu verbreiten. Zu Recht stand Facebook weltweit in der Kritik, und Mark Zuckerberg wurde aufgefordert, vor mehreren... » Mehr
Von Ronnie Grob

Hans Peter Meier, photographiert von Ronnie Grob.

Als ich Hans Peter Meier um 9 Uhr morgens an seinem Stammplatz vor der Zürcher Bellevue-Apotheke treffe, hat es endlich aufgehört zu regnen. Meier freut sich darüber noch mehr als ich, denn er verkauft üblicherweise sechs Tage die Woche «Surprise»-Hefte von 6 bis nach 17 Uhr. Am Abend zuvor leitete er den «Sozialen Stadtrundgang» durch Zürich und kam erst um 22 Uhr heim, erledigte dann noch die Abrechnung. Der vom Verein Surprise organisierte...
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