Wer sich heute für Bildung stark macht, wird schnell als Nostalgiker abgestempelt. Allgemeinbildung klingt nach mühsamem kulturellem Mehrkampf mit wenig Aussicht auf kurzfristigen Ruhm und prestigeträchtige Medaillen. Mit ihr, so hören wir allenthalben, lasse sich vielleicht auf Partys punkten – für den beruflichen Alltag sei sie aber ohne jede Relevanz. Was macht es schon für einen Unterschied, ob ich nun Homers «Ilias» oder Peter Slo-terdijks...