Öffentliche Kulturförderung als Reizthema: In Deutschland reicht ein Hinweis auf das Ideal «Kulturstaat», um die Debatte zu ersticken. Aber auch wer hierzulande das «Prinzip Giesskanne» in Frage stellt, sieht sich einem Sturm der Entrüstung ausgesetzt. Zu Unrecht, findet Armin Klein.
Was wäre, wenn die Hälfte der Theater und Museen verschwände, einige Archive zusammengelegt und Konzertbühnen privatisiert würden? Wäre das die Apokalypse? Verfolgt man die überwiegend hysterischen Reaktionen der Kulturverbände und eines Grossteils der Presse auf das im Frühjahr erschienene Buch «Der Kulturinfarkt», so muss diese Frage mit einem deutlichen Ja beantwortet werden. Ja, es scheint tatsächlich die Apokalypse zu...