Schweizer Monat
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Von Florian Rittmeyer
Noch befindet sich die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership, TTIP) in der Verhandlungsphase. Falls das Abkommen zwischen der EU und den USA zustande kommt, wird sich die Schweizer Landwirtschaft mit aller Kraft gegen eine Andockungslösung der Schweiz stemmen. Unterstützung erhalten die Bauern dabei von den Sozialdemokraten. Beide sehen heute mehr Gefahren als Chancen des Freihandels. Und sie haben in der Schweiz mehr... » Mehr
Von Redaktion

Stefanie Walter, photographiert von Suzanne Schwiertz.


Endlich Zahlen
Unsere Redaktorin Olivia Kühni mag Essays, Plädoyers und kluge Gedanken, ist aber auch ein grosser Fan von sorgfältiger und demütiger Empirie – gerade in Politikwissenschaft und Ökonomie. Darum war sie begeistert über die Forschung einer Zürcher Professorin. Stefanie Walter weist nach, was seit Jahren behauptet wird: Globalisierung verändert die politischen Präferenzen der Bürger – und zwar je nach Schicht...
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Von Florian Rittmeyer
Banker, die trotz Milliardenverlusten und schlechten Eigenkapitalrenditen Millionenboni kassieren, korrupte Manager und bestechliche Beamte – sie alle sind Treiber des Volkszorns. Und was öffentlich als Skandal wahrgenommen wird, dient für Bürokraten aller Couleur als Einladung, Menschen mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen zu «erziehen». Der Einzelfall wird damit nicht selten zum Einfallstor für abstruse Projekte. Als aktuelles Beispiel darf die neue... » Mehr
Von Andrea Franc
Manche Menschen nutzen die Haltung eines Zeitgenossen zum Eherecht für Homosexuelle gerne als Anhaltspunkt zur schnellen Verortung ebendieses Zeitgenossen im politischen Links-rechts-Schema. Der US-Vorwahlkampf um das Präsidentenamt bestätigte scheinbar diese Methode: Die demokratischen Kandidaten waren dafür, die republikanischen vehement dagegen. Auch in Europa gilt: Die «Alternative für Deutschland» und der Papst sind dagegen, die Grünen klar... » Mehr
Von Christian P. Hoffmann
Seit 25 Jahren macht die Schweiz vor, wie man den Rechtspopulismus engagiert und erfolglos bekämpft. Damit bildet sie heute eine Art internationale Avantgarde. Denn blickte das Ausland jüngst noch mit erhobenem Zeigefinger auf den Aufstieg der SVP, so herrscht heute fassungsloses Entsetzen angesichts der Wahltriumphe von Trump, Petry, Hofer, Farage, Le Pen, Wilders & Co.
Höchste Zeit also, dass die Besorgten in Medien, Politik, Kultur und Kirchen auch vor der eigenen... » Mehr

Globalisierung und technologischer Fortschritt pflügen nicht nur die Wirtschaft um, sondern ganze Gesellschaften. Ein Gespräch über politische Konflikte, Heilsversprechen und unseriöse Prognosen.
Von Olivia Kühni, Stefanie Walter

Stefanie Walter, photographiert von Suzanne Schwiertz.

Stefanie Walter, in Ihrer Forschung sprechen Sie von «Klassenunterschieden» und «neuen Gräben», die die Politik der nächsten Jahre prägen werden. So dramatisch?
Ja. Es gibt im Moment mehrere ökonomische Prozesse, die grosse Umwälzungen mit sich bringen, und die schlagen sich direkt in der Politik nieder. Die Globalisierung nimmt zu, die Digitalisierung nimmt zu, die Segmentierung der Arbeitswelt in Insider und Outsider nimmt zu. Es gibt Leute,...
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Menschen mussten sich schon immer im vertrauten Umfeld wie in der weiten Welt zurechtfinden. Liberale Denker liefern Einsichten, wie das auch weiterhin gelingen kann.
Von Stefan Kolev

Globalisierung: Die Kirche auch mal in der Grossstadt lassen. Frankfurter Skyline mit Katharinenkirche. Bild: fotolia.

Die Welt ist wieder einmal in Aufruhr. Einerseits pflügt sie die Globalisierung schon länger um, andererseits hat auch die Digitalisierung gerade begonnen, über sie hinwegzurollen. Die Debatten über Arbeitsplatzverluste im Westen wegen China oder Osteuropa scheinen, trotz der überaus schrillen Töne Trumps, eher der Vergangenheit anzugehören. Die Diskussionen über den «wegdigitalisierten» Taxifahrer, über das überflüssig werdende...
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Der digitale Wandel bedroht die Erfolgreichen und fordert Mut zum Risiko.
Von Kurt Weigelt

Kurt Weigelt, zvg.

Im Jahre 2009 gründet der in der Ukraine aufgewachsene Jan Koum in Kalifornien den Textnachrichtendienst WhatsApp. Bereits fünf Jahre später verkaufen Koum und seine fünfzig Mitarbeiter das Unternehmen für 19 Milliarden Dollar an Facebook. Heute bedient WhatsApp über eine Milliarde Nutzer, die täglich 42 Milliarden Nachrichten und 1,6 Milliarden Fotos versenden. Dies auf Kosten der von den europäischen Telekommunikationsunternehmen entwickelten...
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Für uns, die wir bei Havas arbeiten, ist es immer etwas Besonderes, eine neue Werbekampagne für den «Schweizer Monat» auszutüfteln. Ja, auszutüfteln.
Von Michael Kathe
Der «Schweizer Monat» dreht sich nicht nur um kluge Köpfe, sondern will etwas in den Köpfen der Leser zum Rotieren bringen. Der «Monat» ist kein Celebrity-Magazin für Philosophen, Ökonomen, Künstler und Politiker mit Geltungsdrang, hier geht es um Inhalte. Was hier zu lesen ist, müsste das Ziel jeder Wochen- oder Monatszeitschrift sein: Gedanken und Zusammenhänge aufspüren, die bisher im Verborgenen blieben. Dinge so sehen, wie sie...
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Kaum jemand weiss mehr, was Geld ist – sind deshalb die Rufe nach seiner «Abschaffung» oder dem «Systemwechsel» so populär? Eine Erinnerung aus aktuellem Anlass.
Von Francis Cheneval

Zigaretten: «Unter bestimmten Bedingungen sind sie Güter mit höchster Absatzfähigkeit, und in diesem Moment werden sie zu Geld.» Oder zu Asche! Raucher in Chongqing, China. Bild: Francesco Zizola / NOOR / laif.

«Die Phönizier haben das Geld erfunden. Aber warum so wenig?», soll der österreichische Dichter Johann Nestroy gewitzelt haben. Es scheint, dass viele Notenbanken den Scherz wörtlich interpretieren, denn sie arbeiten kräftig daran, den Fehler der Phönizier zu korrigieren: Sie erschaffen Geld, und zwar jede Menge davon. Trotzdem scheint es ihnen nicht zu gelingen, ökonomische Knappheit zu beseitigen. Nestroy – oder wer auch immer den...
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Die drei besten Gründe für einen gelassenen Umgang mit Niederlagen.
Von Costica Bradatan

Costica Bradatan, photographiert von Bram Budel / De Beeldunie.

Wenn nicht jetzt, wann ist sie denn dann – die Zeit, um ernsthaft über das Scheitern nachzudenken? Wir leben in einer Ära beschleunigten Fortschritts. Wir werden Zeugen von in nie da gewesener Geschwindigkeit aufeinander folgenden Fortschritten der Wissenschaften, Künste, Technologien, der Medizin und so gut wie aller anderen menschlichen Errungenschaften. Wir wissen mehr über die Abläufe im menschlichen Gehirn und in fernab gelegenen Galaxien, als sich unsere...
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Von Karen Horn
«Gutmensch!» Mit diesem Wort entlädt sich schiere Aggression gegenüber einer womöglich allzu ostentativen, auf jeden Fall lästigen Wertorientierung des politischen Gegners. Es zielt ohne jegliche Umschweife auf dessen Person, statt sich länger mit dessen Handeln oder Argument aufzuhalten – und genau deshalb gehört es auf die Müllhalde der politischen Rhetorik.
Der Begriff ist dazu angetan, zwei gleichermassen herabsetzende Wirkungen ab. Er... » Mehr
Das neue amerikanische Autorenfernsehen und seine Zukunft
Von Adrian Daub, Michael Raaflaub
Wie vielen Staaten, Künsten und Menschen werden gleich zwei goldene Zeitalter zuteil? Von einem einzigen goldenen Zeitalter erzählt man mit Nostalgie, von einem zweiten spricht man mit falscher Bescheidenheit. So ist es jetzt mit dem Fernsehen: Wir sind im zweiten goldenen Zeitalter des Mediums, das, wenn wir ehrlich sind, eigentlich das goldenere Zeitalter ist.
Erinnern wir uns: Das Fernsehen im ausgehenden 20. Jahrhundert, ein Medium, das sich in einem Einheitsbrei aus...
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Wohin die bürgerliche Schweizer Politik steuert
Von Redaktion
Die Schweiz hat seit jeher ein nominell bürgerliches Parlament sowie einen nominell bürgerlichen Bundesrat. Unter anderem deshalb, weil sich die Mehrheit der Parteien als «bürgerlich» definieren. Dieselben bürgerlichen Parteien gingen im Herbst 2015 erneut als Gewinner aus den Wahlen hervor, auf Kosten der Mehrheitsbeschaffer für Mitte-links-Konstellationen. Die Erwartungen an einen Kurswechsel in der Schweizer Politik sind also einmal mehr gross – was... » Mehr
Die Voraussetzungen für eine bürgerliche Trendwende sind da. Die Erwartungen sind hoch. Vorwärts geht es trotzdem nur in kleinen Schritten.
Von Gerhard Pfister

Gerhard Pfister, zvg.

Vor einem Jahr habe ich in dieser Zeitschrift skizziert, wie eine bessere Zusammenarbeit zwischen den bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP aussehen könnte.1  Seither hat sich einiges ereignet: Die eidgenössischen Wahlen im Herbst 2015 brachten im Nationalrat eine knappstmögliche Mehrheit von SVP und FDP, im Ständerat bestätigten sie die Vormachtstellung der CVP, die mit links und rechts zu Mehrheiten kommt, wenn sie es geschickt anstellt. Zudem traten die...
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Die bürgerliche Zusammenarbeit und ihre fiskalpolitischen Problemzonen.
Von Fabian Schnell
Die letzten eidgenössischen Wahlen haben die Mehrheiten im Parlament – für Schweizer Verhältnisse – gehörig durchgerüttelt. Vom «Rechtsrutsch» war die Rede, von «drohendem Staatsabbau» und einziehender «sozialer Kälte». Manch einer im bürgerlichen Lager reibt sich ob dieser Aussichten wohl bereits die Hände, einzig: Ihnen und allen bereits heute über den «sozialen Kahlschlag» der Zukunft... » Mehr
10 konkrete Vorschläge zum Abspecken.
Von Andrea Caroni

Andrea Caroni, Bild: zvg.


Der regulatorische Wildwuchs schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz. Eine Regulierungsbremse ist ein probates Mittel, um den Abstieg in die zweite Liga zu verhindern. Es können Gesamtkosten für neue Regulierungen plafoniert oder dergestalt festgelegt werden, dass für jede neue Regulierung eine alte gestrichen werden muss.
Bei neuen Gesetzen müssen immer auch die Nebenwirkungen einer Regulierung eingerechnet werden. Deshalb sollen die Kosten und weiteren...
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10 konkrete Vorschläge zum Abspecken.
Von Thomas Aeschi

Thomas Aeschi, photographiert von Philipp Baer.


Deregulierung und Dezentralisierung. Wie Ständerat Caroni und ich in einem gemeinsamen Essay vom März 20151 schrieben, passt sich Bundesbern bereits heute unter dem Titel «Harmonisierung» Schritt für Schritt der EU-Gesetzgebung an. Die Folge ist mehr Regulierung und mehr Zentralisierung, kurz: mehr Staat. Diesen Trend gilt es durch die Einflussnahme bürgerlicher Parlamentarier gegenüber der Verwaltung zu durchbrechen: Die freiheitliche Ordnung soll...
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Was Sie schon immer über den bürgerlichen Schulterschluss wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.
Von Florian Rittmeyer, Michael Wiederstein
Der sogenannte «Bürgerblock» – was ist bzw. was war das?
Bis in die 1990er Jahre dominierte in der Schweiz auf nationaler und kantonaler Ebene eine Art Kartell sogenannt bürgerlicher Parteien. Das Attribut «bürgerlich» dient dabei – je nach politischer Position – als Diskreditierung oder positive Selbstbezeichnung. In der Nachkriegszeit war die Zusammenarbeit zwischen bürgerlichen Parteien geprägt von wenig Konflikten und viel... » Mehr
Von Florian Oegerli, Stefan Zweifel

Stefan Zweifel, photographiert von Florian Oegerli.

Meine erste Begegnung mit Stefan Zweifel liegt etwa zehn Jahre zurück. Damals, mit fünfzehn, las ich im «Magazin» einen Essay über die Erotik des Lesens, in dem der Satz fiel: «Wer immer nur Thomas Mann liest, […] lässt sich von Mann und den Germanisten in den Hintern vögeln.» Der Satz, der sich gegen den Anspruch richtet, nur verständliche Texte seien gute Texte, empörte mich zuerst, kam mir aber im Deutschunterricht oft in den...
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